US-Hypotheken : Finanzkrise belastet Commerzbank noch härter

Die Commerzbank ist von der Krise am US-Hypothekenmarkt noch stärker betroffen als bislang bekannt. Die angekündigten Abschreibungen von 80 Millionen Euro reichen bei weitem nicht aus. Der Aktienkurs brach ein.

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Commerzbank-Chef Müller muss weitere Belastungen durch die Finanzkrise einräumen. -Foto: ddp

"Die Commerzbank ist mit 1,2 Milliarden Euro im Subprime-Sektor investiert", sagte Müller der "Financial Times Deutschland". "Die bisher angekündigten Abschreibungen von 80 Millionen Euro spiegeln den Informationsstand von Anfang Juli wider. Das wird nicht reichen."

Allerdings blieben die Prognosen der Bank davon unberührt, betonte der Commerzbank-Chef. "Was notwendig ist, werden wir tun und wir können es uns auch leisten." Müller warnte zugleich, dass das volle Ausmaß der Marktturbulenzen derzeit noch nicht abzuschätzen sei. "Die Tatsache, dass sich noch immer nicht alle Banken erklärt haben, trägt zur weiteren Unsicherheit des Marktes bei."

Die Aktien der Commerzbank rutschten am Morgen um 4,29 Prozent auf 28,82 Euro ab. (mit AFP)