US-Hypothekenkrise : Japanische Notenbank federt Engpässe ab

Auch die japanischen Aktienkurse bilden die Angst von Investoren vor der US-Hypothekenkrise ab. Um Liquiditäts-Engässe zu vermeiden, pumpt die japanische Notenbank Milliarden in den Markt.

Boerse
Auf den internationalen Finanzmärkten herrscht weiter Unruhe. -Foto: ddp

TokioNach schweren Verlusten Ende vergangener Woche sind die Aktienkurse in Japan zunächst leicht gestiegen. Im Vormittagshandel der Tokioter Börse legte der Leitindex Nikkei-225 um 0,48 Prozent auf 16.844,59 Zähler zu. Am Freitag war der Nikkei-Index noch nach Tagesverlusten von 2,37 Prozent auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten gefallen. Börsianer betonten, die Investoren seien weiter nervös wegen der US-Hypothekenkrise.

Die japanische Notenbank stellte den Geldinstituten 600 Milliarden Yen (umgerechnet etwa 3,75 Milliarden Euro) frisches Geld zur Verfügung. Damit sollten Liquiditäts-Engässe vermieden werden, erklärte die Zentralbank. Als Reaktion auf die Turbulenzen an den Geldmärkten hatte die japanische Notenbank bereits in der vergangenen Woche ebenso wie die Europäische Zentralbank und die US-Notenbank Fed Geld in die Märkte gepumpt.

Ausgelöst worden war die Krise durch das Bekanntwerden milliardenschwerer Risikogeschäfte am US-Markt mit Hypothekenzinsen. An den Weltbörsen hatte es deswegen teils drastische Kurseinbußen gegeben. Beim Dow Jones Industrial Average (DJIA) als Leitindex der New Yorker Wall Street gab es am Freitag mit 0,23 Prozent zuletzt nur noch bescheidene Verluste. Der Deutsche Aktienindex (Dax) war um 1,48 Prozent gefallen. Das wichtigste deutsche Börsenbarometer hatte bei 7343,26 Zählern geschlossen. (mit AFP)