US-Klimapolitik : Bush will nach Öl bohren – im Naturschutzgebiet

Zum Umweltschützer wird George W. Bush in den letzten Monaten seiner Amtszeit wohl nicht mehr. Statt Maßnahmen zur Verringerung des US-Energiekonsums in die Wege zu leiten, fordert der scheidende Präsident Ölbohrlizensen für Tierschutzgebiete und den Bau neuer Atomkraftwerke.

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Bushs Ideen zur Klimapolitik: Mehr Kernkraftwerke und Ölbohrungen im Naturschutzgebiet. -Foto: AFP

WashingtonUS-Präsident George W. Bush hat den Kongress am Dienstag zur Verabschiedung eines Maßnahmenpakets zur Senkung der steigenden Benzinkosten aufgerufen. Auf einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses drang Bush vor allem auf grünes Licht für eine Ölförderung in einem nationalen Tierschutzgebiet in Alaska und auf den Bau neuer Raffinerien und Kernkraftwerke.

Umweltschonung à la Bush

Einer der Hauptgründe für die hohen Energiepreise sei die Abhängigkeit von Öleinfuhren, sagte der Präsident. Die globale Ölproduktion bleibe hinter der wachsenden Nachfrage zurück. Ölförderung auf dem eigenen Territorium könne bei der Lösung des Problems helfen und könne auch auf eine umweltschonende Weise erfolgen, erklärte der Präsident.

Schon seit 2001 versucht Bush im Kongress die Öffnung des Schutzgebiets zu erwirken – bislang erfolglos. Umweltschutzorganisationen lehnen einen solchen Schritt entschieden ab und fordern stattdessen Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs. (iba/dpa)