US-Vorwahlen : Republikanische Hardliner beharken sich

Fünf Wochen vor Beginn der Vorwahlen in den USA wird das Kandidatenrennen der Republikaner immer härter. Bei einem TV-Rededuell griffen Mitt Romney und Rudolph Giuliani einander heftig an - auch vor Beleidigungen schreckten sie nicht zurück.

TV-Duell
Verbale Keilerei. Mitt Romney (l.) und Rudolph Giuliani. -Foto: AFP

St. PetersburgIn einer Debatte im CNN-Fernsehen, in der Fragen von Nutzern der Video-Internetplattform YouTube aufgegriffen wurden, warfen sie sich gestern gegenseitig persönliche Verfehlungen im Umgang mit illegalen Einwanderern vor. In Iowa, wo die ersten Vorwahlen stattfinden, liegt Mike Huckabee einer neuen Umfrage zufolge vorn.

Giuliani warf seinem Konkurrenten Romney in der CNN-Debatte vor, als Gouverneur von Massachusetts illegale Einwanderer in seiner offiziellen Residenz beschäftigt zu haben. Romney nannte die Bemerkungen "beleidigend" und beschuldigte Giuliani seinerseits, Hausbesitzer dazu zwingen zu wollen, von Gelegenheitsarbeitern mit einem "komischen Akzent" offizielle Papiere einzufordern. Außerdem habe Giuliani als Bürgermeister von New York eine Politik zum Vorteil illegaler Einwanderer betrieben.

Huckabee greift Romney an

Auch der ehemalige Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, der sich ebenfalls um die Kandidatur für die Republikaner bewirbt, schaltete sich in die Debatte ein. Er warf Romney indirekt vor, Kinder für die Vergehen ihrer Eltern bestrafen zu wollen und verteidigte den Plan, dem Nachwuchs illegaler Einwanderer staatliche Ausbildungsunterstützung zukommen zu lassen. In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage führt Huckabee in Iowa mit 28 Prozent vor Romney, der auf 25 Prozent kommt. Giuliani, der in den Umfragen landesweit an der Spitze liegt, landete in dem Bundesstaat mit zwölf Prozent auf Platz drei.

CBS sagte eine für den 10. Dezember in Los Angeles geplante Debatte zwischen den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern ab, nachdem sich mehrere Kandidaten - darunter Hillary Clinton und Barack Obama - weigerten, die angekündigte Streikpostenkette vor dem Studio zu durchbrechen. Mehr als 3000 Drehbuchautoren für Film und Fernsehen streiken seit dem 5. November für eine Beteiligung an DVD-Tantiemen sowie an den Einnahmen bei Medien wie Internet und Mobilfunk. Offenbar wollten sich die CBS-Autoren ganz gezielt am 10. Dezember dem Streik anschließen, um die Fernsehdebatte zu stören. (feh/AFP)