US-Wahlkampf : Al Gore kandidiert nicht

US-Senatorin Hillary Clinton liegt im Kampf um die Nominierung der demokratischen Partei zur Präsidentschaftskandidatin uneinholbar vorne. Friedensnobelpreisträger Al Gore distanzierte sich erstmals deutlich von einer möglichen eigenen Kandidatur.

Gore
Al Gore. -Foto: dpa

Washington/Oslo Die ehemalige First Lady führt nach einer Umfrage des US-Senders CNN mit 51 Prozent vor dem Senator aus Illinois, Barack Obama, den inzwischen nur noch 21 Prozent favorisierten. Die Senatorin aus New York, die derzeit auch die meisten Spendengelder bekommt, konnte demnach binnen eines Monats sechs Prozentpunkte hinzugewinnen.

Der frühere US-Vizepräsident und frisch gekürte Friedensnobelpreisträger Al Gore (59) schloss eine Kandidatur für die Demokraten bei den Präsidentschaftswahlen 2008 weitgehend aus. Gore bekräftigte im norwegischen TV-Sender NRK: "Ich habe keine Pläne, noch einmal Präsidentschaftskandidat zu werden." Parteistrategen der Demokraten begründen die Zurückhaltung Gores auch mit der derzeit klaren Favoritenstellung von Hillary Clinton.

Bei den Republikanern führt der CNN-Umfrage zufolge weiter der ehemalige New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani mit 27 Prozent. Ihm folgt der frühere Senator aus Tennessee, Fred Thompson, der aber innerhalb eines Monats von 27 auf 19 Prozent absackte. Er liegt nun nur noch knapp vor dem früheren Favoriten der Republikaner, Senator John McCain aus Arizona (17 Prozent).
Während die demokratischen Präsidentschaftskandidaten der "Washington Post" zufolge bereits rund 200 Millionen Dollar (141 Millionen Euro) an Wahlkampfgeldern zusammentragen konnten, liege die Gesamtsumme bei den Spenden für die Republikaner bei lediglich rund 140 Millionen Dollar. (mit dpa)