USA : Irak-Einsatz auch nach Bush-Ära

US-Präsident George W. Bush hat ein Engagement im Irak auch nach dem Ende seiner Amtszeit im Jahr 2009 angekündigt. Jedoch sollen bis zum Jahresende 5700 Soldaten aus der Krisenregion abgezogen werden.

Washington Die USA werden nach den Worten von US-Präsident George W. Bush dem Irak noch nach Ende seiner Amtszeit im Januar 2009 militärische und wirtschaftliche Hilfe leisten müssen. Die Vision von einem freien Irak sei schwierig umzusetzen, aber erreichbar, heißt es in einem veröffentlichten Auszug aus einer Rede an die Nation, die Bush halten wollte. Danach will Bush seine Landsleute darauf einschwören, dass es im grundlegenden Interesse der USA sei, Chaos in der Region zu vermeiden und den Menschen Hoffnung zu geben. Bush will außerdem deutlich machen, dass sich die USA dem Iran entgegenstellen werden.

Der US-Präsident will sich am Donnerstagabend um 21 Uhr Ortszeit (3 Uhr MESZ) an seine Landsleute wenden und seine weitere Kriegsstrategie für den Irak erläutern. Dabei will der Präsident den Abzug von 5700 Soldaten aus dem Irak bis zum Jahresende ankündigen. Diese Soldaten gehören zu einem 30.000 Mann starken Kontingent, das Bush Anfang Januar zur Truppenverstärkung in den Irak abkommandiert hatte.

Bush will sich auch persönlich an die irakischen Bürger wenden und die Führung in Bagdad auffordern, mit mehr Entschlossenheit die nationale Aussöhnung zwischen Sunniten, Schiiten und Kurden voranzutreiben. Bush will die Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki weiterhin in die Pflicht nehmen, ihre eigenen Zielvorgaben einzuhalten und die entsprechenden Gesetze zu verabschieden.

Bush will nach eigenen Worten den Vorschlägen des US-Oberkommandierenden im Irak, General David Petraeus, folgen. Petraeus hatte bei seinen Anhörungen Anfang der Woche im US-Kongress vorgeschlagen, die 30.000 Mann starke Truppenverstärkung bis Juli kommenden Jahres wieder abzuziehen. Der General war aber allen Fragen ausgewichen, wie lange dann die restlichen 130.000 US-Soldaten noch im Irak bleiben werden. (mit dpa)