USA : Obamas designierter Handelsminister macht Rückzieher

Der als künftiger US-Handelsminister ausgewählte Gouverneur von New Mexiko, Bill Richardson, steht für das Amt nicht mehr zur Verfügung. Grund für Richardsons Schritt sind offenbar Korruptionsermittlungen gegen eine Firma, die ihn im Wahlkampf finanziell unterstützt hat.

Richardson
Will nicht mehr Obamas Handelsminister sein: New Mexikos Gouverneur Bill Richardson. -Foto: dpa

WashingtonDer vom künftigen US-Präsidenten Barack Obama für das Amt des Handelsministers nominierte Bill Richardson wird das neue Amt nun doch nicht antreten. Er habe Obama gebeten, seinen Namen von der Liste zu streichen, die dem Senat zur Zustimmung vorliege, erklärte der Gouverneur des US-Bundesstaates New Mexico am Sonntag. Grund für seinen Rückzieher seien Ermittlungen gegen ein Unternehmen, das Geschäftsbeziehungen mit den Behörden seines Bundesstaates habe. Die Ermittlungen könnten sich noch Wochen oder Monate hinziehen. Um welches Unternehmen es sich handelt, sagte Richardson nicht.

Obama erklärte in der gemeinsamen Pressemitteilung, er akzeptiere die Entscheidung Richardsons "mit tiefem Bedauern". Er werde sich bemühen, schnell einen Ersatz zu finden. Obama hatte Richardson Anfang Dezember für das Amt des Handelsministers nominiert. Er ist einer der profiliertesten Politiker lateinamerikanischer Herkunft in den USA. Unter der Präsidentschaft Bill Clintons war Richardson Energieminister und Botschafter der USA bei den Vereinten Nationen.

Richardson hatte sich neben Obama selbst um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten beworben, wegen seines schlechten Abschneidens in den Vorwahlen aber verzichtet und eine Wahlempfehlung für Obama abgegeben. (jam/AFP/dpa)