USA : Rihanna-Freund Chris Brown muss vor Gericht

Die US-Sängerin Rihanna wurde vermutlich von ihrem Freund geschlagen und gebissen. Der 19-jährige Chris Brown muss nun vor Gericht.

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Die US-Sängerin Rihanna wurde vermutlich von ihrem Freund geschlagen und schwerer verletzt als bisher angenommen. Foto: -dpa

Los Angeles US-Sänger Chris Brown (19) muss sich nach einem handgreiflichen Streit mit seiner Freundin, Popstar Rihanna, wegen krimineller Drohungen vor Gericht verantworten. Der R&B-Sänger soll am 5. März vor einem Richter in Los Angeles erscheinen. Rihanna habe angeblich permanenten Kontakt mit den ermittelnden Beamten, berichtete die "Los Angeles Times" am Dienstag unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Polizeiquelle. Den Angaben zufolge wurde Brown am Sonntag nach einem Streit mit dem 20-jährigen Star festgenommen. Gegen eine Kaution von 50. 000 Dollar (38. 000 Euro) kam er wenig später wieder auf freien Fuß.

"Blaues Auge, Blut, Kratzer"

Rihanna, die mit bürgerlichem Namen Robyn Fenty heißt, ließ sich nach dem Vorfall in einem Krankenhaus behandeln. Brown habe sie verprügelt, zitierte die US-Zeitschrift "People" am Dienstag eine Quelle aus dem Bekanntenkreis des Paares. "Blaues Auge, Blut, Kratzer". Rihanna halte sich jetzt an einem "sicheren Ort" auf. Ein für Freitag geplantes Konzert in Kuala Lumpur (Malaysia) sagte die R&B-Sängerin ab.

Nach Polizeiangaben war Brown am Sonntag kurz nach Mitternacht im Auto mit seiner Beifahrerin in Streit geraten. Mehrere Augenzeugen hätten den lauten und handgreiflichen Streit gesehen. Am Sonntagabend sagten beide kurzfristig ihre Teilnahme an der Grammy-Verleihung ab, obwohl sie für die begehrten Musikpreise nominiert waren und sie dort auftreten sollten.

Brown hat den Star-Anwalt Mark Geragos zu seiner Verteidigung angeheuert, berichtete "Us Magazine". Einen geplanten Auftritt bei einer Sportveranstaltung in Phoenix am kommenden Sonntag sagte der  Sänger bereits ab. Ein führender Kaugummi-Hersteller zog einen Werbespot mit Brown aus dem Verkehr. Die "schweren Vorwürfe" gegen Brown seien bedenklich, hieß es in einer Mitteilung der Firma Wrigleys. Auch eine seit Herbst laufende Milch-Reklame soll nun nicht mehr verlängert werden. (yr/dpa)