Verbandstag : Tennisbund vervierfacht Strafen für Wettbetrüger

Angesichts der Gerüchte um kriminelle Wettmachenschaften im Tennis verschärft der Deutsche Tennis Bund seine Strafen drastisch. Für Tennisspieler sollen Wetten künftig ganz verboten bleiben.

Kohlschreiber
Unter den Verdächtigen: Der Deutsche Philipp Kohlschreiber. -Foto: ddp

DresdenDer Deutsche Tennis Bund (DTB) wird Wettbetrüger schärfer bestrafen und sich den internationalen Regelungen anschließen. Das hat der DTB auf seinem Verbandstag in Dresden beschlossen, bei dem Wahlen nicht auf dem Programm standen. In der "Disziplinarordnung" wurde festgeschrieben, dass "Tennis-Wetten für Spieler und ihr Umfeld verboten sind", teilte DTB-Pressesprecher Oliver Quante mit. Die von den internationalen Tennis-Verbänden ITF, ATP und WTA ausgesprochenen und verhängten Strafen würden vom DTB "automatisch" übernommen. Die Höhe der Geldbußen werde bis auf 100.000 Euro vervierfacht.

DTB-Präsident Georg von Waldenfels betonte in seiner Ansprache vor den Delegierten des drittgrößten deutschen Fachverbandes die Entschlossenheit im Kampf gegen jegliche kriminelle Machenschaften im Weißen Sport. Von Waldenfels verwahrte sich allerdings gegen einen Generalverdacht im Zusammenhang mit dem angeblichen weltweiten Wettskandal, in den auch deutsche Spieler verwickelt sein sollen. Außer Hinweisen von anonymen Zeugen fehlen allerdings bis dato stichhaltige Beweise. (mit dpa)