ABSTAMMUNGSGUTACHTEN : Wie funktioniert ein Gentest?

Früher war ein Abstimmungsgutachten eine schwierige Sache: Mühsam mussten die Blutgruppen von Mutter, Kind und dem angeblichen Vater verglichen werden. Dadurch konnten die Labore aber längst nicht alle Kombinationen ausschließen.

Die Gentests, die seit Mitte der achtziger Jahre

angewendet werden, haben nicht nur die Kriminalistik revolutioniert, sie haben auch zweifelnden Vätern neue Gewissheit gegeben. Schon aus einigen wenigen Zellen der Mundschleimhaut oder der Haarwurzel lassen sich genügend Erbinformationen für einen Test gewinnen.

Dabei werden einzelne Abschnitte der Erbinformation von Vater und Kind verglichen. Je mehr „Genorte“ untersucht werden, desto aussagekräftiger ist der Test. Damit ein Abstammungsgutachten vor Gericht zulässig ist, müssen mindestens zwölf unabhängige Erbmerkmale verglichen werden – bei mehr als drei Abweichungen, kann eine Vaterschaft zu 99,99 Prozent ausgeschlossen werden. jte

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