Verbraucher : an Peter Lischke Verbraucherzentrale Berlin

Weniger Bares ist besser

an Peter Lischke

Das Urlaubsziel steht fest – aber braucht man in der Reisekasse Bargeld? Oder reicht die EC-Card, sind Kreditkarte oder Reiseschecks die besseren Zahlungsmittel?

In Europa reicht fast überall die Bankcard (besser bekannt als EC-Card), aber sie kann auch weltweit oft genutzt werden. Inzwischen gibt es in mehr als 100 Ländern über 900 000 Geldautomaten mit dem Maestro-Logo. Hier kann mit Bankcard und Geheimzahl Geld abgehoben oder bargeldlos bezahlt werden. Wo Automaten stehen, lässt sich unter www.maestrokarte.de herausfinden. Spannend bleibt die Frage nach dem Preis. Während im Eurowährungsgebiet eindeutig geregelt ist, dass Barabhebungen im Ausland nicht teurer sein dürfen als in Deutschland, ist es in den Ländern außerhalb der Eurozone etwas anders. Es empfiehlt sich aber auch hier, vorher entsprechende Informationen einzuholen.

Grundsätzlich gilt für die Reisekasse, je weniger Bargeld, desto besser. Maximal ein Drittel des Reisebudgets soll in Bargeld mitgenommen werden. Meistens reicht es aber aus, zumindest für den Ankunftstag und den ersten Abend etwas Bargeld zu haben. In Ländern mit „weichen“ Währungen, zum Beispiel in Osteuropa, sollte eher vor Ort gewechselt werden, das ist in der Regel kostengünstiger.

Nützlich ist selbstverständlich auch eine Kreditkarte. Der Unterschied zur Bankcard besteht darin, dass zumindest in Deutschland in den meisten Fällen die einzelnen Abbuchungen auf dem Kreditkartenkonto gesammelt und erst am Ende des Monats in einer Summe vom Girokonto abgebucht werden. Bei der Nutzung der Kreditkarte außerhalb der Euro-Zone sind in der Regel zusätzliche Kosten von ein bis zwei Prozent fällig.

Reiseschecks werden weltweit akzeptiert. Sie können bei Banken, Wechselstuben und teilweise auch bei Reisebüros in wichtigen Währungen gekauft werden. Am Urlaubsort können sie auch direkt zum Bezahlen genutzt werden. Eine Besonderheit der Reiseschecks besteht darin, dass für verloren gegangene oder gestohlene Reiseschecks vom Aussteller am Reiseort Ersatz geboten wird. Allerdings muss der Reisescheck direkt beim Kauf in der dafür vorgesehenen Zeile unterschrieben werden. Die Kaufquittung unbedingt mit der Seriennummer getrennt vom Reisescheck aufbewahren.

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