Verbraucher : an Susanne Meunier Finanztest (Stiftung Warentest)

Rürup-Renten für Selbstständige

an Susanne Meunier

Es kommt darauf an, ob Sie Arbeitnehmer oder selbstständig sind. Für Selbstständige, die nicht versicherungspflichtig sind, stellt die neue Rürup-Rente die einzige Möglichkeit dar, steuerbegünstigt für die Rente zu sparen. Die Förderung der Rürup-Rente funktioniert über einen Sonderausgabenabzug. Alle Steuerzahler können für dieses Jahr 60 Prozent der Rentenbeiträge (maximal 12000 Euro bei Singles und 24 000 Euro bei Ehepaaren) steuerlich geltend machen. Der abzugsfähige Anteil erhöht sich bis 2025 jährlich um zwei Prozentpunkte auf dann 100 Prozent. Abzugsfähig sind Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, zur landwirtschaftlichen Altersversorgung, zu einer berufsständischen Versorgung oder zur Rürup-Rente. Die ausgezahlte Rürup-Rente ist wie die Riester-Rente voll steuerpflichtig.

Sind Sie Angestellter oder Beamter, sollten Sie Ihre zusätzliche Altersvorsorge als Erstes auf einen Riester-Vertrag stützen, als Zweites auf eine betriebliche Altersvorsorge. Die Riester-Förderung bietet Sparern ein attraktives, garantiertes Plus, weil sie mit staatlichen Zulagen und der Steuerbefreiung der Beiträge gefördert wird. Riester-Sparen ist außerdem nicht nur mit Rentenversicherungen, sondern auch mit Fonds- und Banksparplänen möglich. Die Förderung ist überall gleich. Durch einige Nachbesserungen sind Riester-Angebote seit 2005 deutlich weniger bürokratisch.

Nach einer Riester-Rente sollten Arbeitnehmer vornehmlich betriebliche Angebote für ihre zusätzliche Altersvorsorge ins Auge fassen. Diese werden steuerlich gefördert, außerdem können hier noch bis 2008 Sozialversicherungsbeiträge eingespart werden. Manchmal gibt der Arbeitgeber etwas dazu.

Wichtig für alle, die irgendwann möglicherweise Arbeitslosengeld II beantragen müssen, ist, dass sie das Geld aus einer betrieblichen Vorsorge nicht verbrauchen müssen, bevor die Unterstützung ausgezahlt wird. An eine Riester-Rente müssen Sparer vom Gesetz her nicht herangehen. Und in einen Rürup-Vertrag können Sie sogar vorher Geld in unbegrenzter Höhe einzahlen, ohne Ihren Anspruch auf ALG II zu verlieren. Foto: promo

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