Antischuppenshampoos im Test : Wenn es nicht mehr rieseln soll

Wer mit Schuppen zu kämpfen hat, kann spezielle Haarwaschmittel anwenden. Der tägliche Gebrauch ist unbedenklich, zeigt der Test.

Christoph Giesen
Schuppen
Freude vor dem Spiegel. Acht von zwölf Shampoos bekamen die Note "gut". -Foto: Fotex

Bei rund 40 Prozent der Bevölkerung rieseln Schuppen vom Kopf. Es juckt, die Haut rötet sich und auf dem Kragen der Jacke setzt sich ein feiner weißer Film ab. Überwiegend Männer sind vom Schuppenbefall betroffen. Der Grund für die störenden weißen Hornbrocken: Die Kopfhaut erneuert sich rund alle vier Wochen. Dabei bilden sich unterhalb der Hornschicht neue Zellen, die selbst immer stärker verhornen und schließlich als abgestorbene Schüppchen vom Körper abgestoßen werden. Ein normaler Prozess. Zumeist sind diese Schuppen winzig klein und fallen nicht auf, erst wenn die Hautzellen zu schnell wachsen, kann es vorkommen, dass sie sich verklumpen und so erst sichtbar werden. Abgesehen von einigen Ausnahmen handelt es sich dabei nicht um ein medizinisches, sondern um ein rein kosmetisches Problem. Doch diese Erkenntnis mag wenig trösten. Vielen sind Schuppen im Haar und auf der Kleidung peinlich.

Die Stiftung Warentest hat daher zwölf Antischuppenshampoos getestet, die das Problem lösen sollen. 240 Probanden, die mit Schuppen zu kämpfen haben, wuschen sich vier Wochen lang die Haare mit einem der Produkte. Das Ergebnis: Acht der getesteten Shampoos bestanden die Prüfung mit einem Gut. Den ersten Platz teilen sich mit der Endnote 2,2 (gut) das Dove-Shampoo Anti-Schuppen und der Testsieger einer früheren Untersuchung der Stiftung Warentest: Head & Shoulders Anti-Schuppen-Shampoo classic clean. Drei weitere Haarwaschmittel bekamen das Urteil befriedigend. Einzig das DM/Balea Anti-Schuppen-Shampoo Ginkgo überzeugte nicht, die Antischuppenwirkung war zu gering.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass alle zwölf getesteten Antischuppenshampoos gut verträglich waren und es zu keinen störenden Nebenwirkungen kam. Denn Antischuppenshampoos enthalten wie herkömmliche Haarwaschmittel zu 80 Prozent Wasser. Entscheidend im Kampf gegen Schuppen sind Substanzen wie Piroctonolamin, Climbazol, Zinkpyrithion oder Selendisulfid. Diese beigemengten Stoffe beugen Entzündungen vor oder hemmen die Zellteilung der Haut.

Die Warentester haben keine Bedenken, die Antischuppenshampoos für den täglichen Gebrauch freizugeben. Sie empfehlen es sogar. Wer von den juckenden Hautfetzen betroffen ist, sollte regelmäßig sein Haar mit den Antischuppenmittelchen shampoonieren. Allerdings gilt: Keines der getesteten Seifen vermag die Ursachen der Schuppen langfristig zu beseitigen, vielmehr werden nur die Symptome für die Dauer der Anwendung gemildert.

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