AUF KOSTEN DES KUNDEN : Ultraschall aus eigener Tasche

Schon jetzt bittet das Gesundheitssystem den einzelnen Verbraucher zusätzlich zu den Beiträgen für die Krankenversicherung selbst zur Kasse.

HILFSMITTEL

Darunter fallen Brillen, Hörgeräte, aber auch Prothesen oder Rollstühle. Davon übernehmen die Krankenkassen nur das, was ein Arzt als medizinisch notwendig verschreibt, aber auch dann nicht 100 Prozent. So werden Kontaktlinsen gar nicht erstattet und Brillen nur bis zum 18. Lebensjahr. Bei anderen Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Insulinspritzen, zahlt man zehn Prozent der Kosten dazu, maximal aber zehn Euro für den gesamten Monatsbedarf.

IGEL-LEISTUNGEN

Es gibt eine Vielzahl ärztlicher Behandlungen, die die Krankenkassen nicht finanzieren und die der Patient komplett selbst zu tragen hat. Zu solchen individuellen Gesundheitsleistungen (Igel) zählen verschiedene Vorsorgeuntersuchungen etwa zur Früherkennung von Krebs oder der Augenkrankheit „Grüner Star“.

Auch zusätzliche Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft, spezielle Impfungen vor Auslandsreisen oder alternative Heilverfahren wie Akupunktur oder Ayurveda gelten als Igel. Ebenso medizinisch-kosmetische Eingriffe wie das Entfernen einer Tätowierung oder das Straffen der Gesichtshaut.

Wie die Stiftung Warentest berichtet, wird beim Arzt etwa jedem vierten Kassenpatienten pro Jahr eine Zusatzleistung angeboten. Mit den Behandlungen wird nach Angaben der Verbraucherschützer im Jahr rund eine Milliarde Euro umgesetzt.

HEILMITTEL

Zuzahlen muss man inzwischen auch bei ärztlich verschriebener Krankengymnastik, bei Massagen, Stimm- oder Ergotherapie. Dabei bezahlt der Patient zehn Prozent der Kosten für die Behandlung und zehn Euro für die Verschreibung des Arztes.

KÜNSTLICHE BEFRUCHTUNG

Geändert hat sich auch die Kostenübernahme bei einer künstlichen Befruchtung. Früher kam die Kasse für die gesamten Kosten auf, heute nur noch für die Hälfte. dcl

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