Verbraucher : Aus Fehlern lernen

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Die Behavioral Finance hat typische Verhaltensmuster bei Anlegern gefunden, aus denen man beim Geldanlegen lernen kann:

HERDENTRIEB

Wertpapiere, die alle haben wollen, sollte man eher meiden. Denn häufig werden Aktien und Fonds gekauft, weil sie Gegenstand von Gerüchten sind, hohe Kursgewinne gemacht haben oder – wie die Dax-Werte – bekannt sind. Aktien mit hoher Aufmerksamkeit entwickeln sich aber tendenziell schwächer als andere.

AKTIONISMUS

Kleinanleger können neue Informationen, die zu Kursausschlägen führen, nicht schnell genug verarbeiten. Trotzdem werden Depots häufig umgeschichtet, wenn sich die Nachrichtenlage ändert. Es gilt eine alte Börsenregel: Hin und Her macht Taschen leer .

GEWINN UND VERLUST

Fällt der Kurs einer Aktie unter den Einstiegspreis, wird sie nicht verkauft, weil man hofft, dass die Kurse irgendwann wieder steigen. Zudem will man sich und anderen nicht eingestehen , dass man ein Verlustgeschäft gemacht hat. Anders verhalten sich Anleger bei Gewinnen. Steigt der Kurs über den Einkaufswert, werden sie nervös – und verkaufen zu früh. So laufen Gewinne davon, während Verluste zu lange angesammelt werden. Schon beim Kauf sollte ein Stop-Loss-Kurs gesetzt werden, bei dem Aktien automatisch verkauft werden.

ÜBERSCHÄTZUNG

Viele Anleger neigen zur Selbstüberschätzung. Sie glauben, besser als der Markt zu sein. Das gilt für Private und Profis. Während große Anleger Fehlentscheidungen ausgleichen können, bleiben die kleinen oft auf Verlusten sitzen. Die Experten empfehlen: Indexprodukte kaufen. Diese orientieren sich zum Beispiel am Dax. Das teure Hin- und Herhandeln entfällt. mot

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