Baugewerbe : Deutsche bauen immer weniger Häuser

Ende des Baubooms: In Deutschland werden immer weniger Wohnungen und Eigenheime gebaut. Eine Erholung am Markt ist kaum in Sicht, denn für die Zukunft wird ein weiterer Rückgang erwartet. Grund ist die Abschaffung der Eigenheimzulage.

BerlinIn diesem Jahr werden die Umsätze beim Bau von Häusern und Wohnungen voraussichtlich vier Prozent niedriger bei 25,9 Milliarden liegen, im kommenden Jahr dürften sie nochmals um etwa 9,5 Prozent auf 23,4 Milliarden Euro sinken, erklärte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Hans-Hartwig Loewenstein, mit. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern seien die Genehmigungen in diesem Jahr um 42 Prozent eingebrochen, bei Mehrfamilienhäusern sei der Rückgang mit 16 Prozent geringer.

Grund für den Einbruch ist das Auslaufen der Eigenheimzulage, das nun voll auf die Auftragslage durchschlägt. Die Eigenheimzulage bekamen Bauherren, die ihren Bauantrag bis zum 1. Januar 2006 eingereicht hatten. Da für die Gewährung der Zulage das Antragsdatum entscheidend ist und bis zum Bau selbst nochmals Zeit vergeht, wirkt sich das Ende der Subvention erst mit Verzögerung auf die Auftragslage aus. Im vergangenen Jahr hatte es noch einen Bauboom gegeben.

Der Einbruch beim Bau von Wohnungen werde derzeit durch die steigende Zahl der Aufträge von Wirtschaft und öffentlicher Hand ausgeglichen, teilte der ZDB mit. Der Gesamtumsatz im Bau werde deshalb in diesem Jahr um 1,5 Prozent auf rund 82,5 Milliarden Euro steigen und kommendes Jahr auf dem Niveau verharren. Die Beschäftigtenzahl in der Branche werde in diesem Jahr leicht um 0,5 Prozent auf 714.000 steigen, 2008 dann aber wohl um etwa 1,0 Prozent auf 707.000 sinken. (mit AFP)

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