Verbraucher : Beratung im Möbelladen

-

Viele Anwälte versuchen, mit innovativen Angeboten neue Klienten zu gewinnen. Einige Beispiele:

DIE RECHTSBERATUNG

Drei Anwälte haben „Die Rechtsberatung“ auf der Schlesischen Straße 38 (Kreuzberg) gegründet. Dort bieten sie in einem ehemaligen Möbelgeschäft juristische Hilfe ohne Terminvereinbarung. „Durch das Schaufenster kann man uns bei der Arbeit beobachten. Dadurch sinkt die Hemmschwelle, zu uns zu kommen“, sagt Anwalt Arnold Lehmann-Richter. Je nach Thema kostet ein erstes Beratungsgespräch um die 40 Euro.

JURAXX

Mit klaren Beratungskonditionen wirbt auch die bundesweit tätige Rechtsanwaltskette JuraXX. Die Erstberatung in den knallig grünen Räumen kostet laut Aushang im Schaufenster zwischen 20 und 60 Euro – je nach Themengebiet. Im vergangenen Jahr hat JuraXX am Wittenbergplatz seine erste Berliner Filiale eröffnet, die zweite folgte im April in der Axel-Springer-Passage. Beraten wird während der normalen Ladenöffnungszeiten (Mo. - Fr. von 8.30 bis 19 Uhr, Sa. von 9 bis 16 Uhr) und ohne Terminvereinbarung.

DIE ANWALTS-

SPRECHSTUNDE

Vier Berliner Rechtsanwälte haben die „Anwaltssprechstunde“ (Tel.:030/ 59 000 601) gegründet. Dabei bringt jeder Anwalt seine Tätigkeitsschwerpunkte ein, so dass der Verbraucher über eine zentrale Rufnummer direkt einen Termin mit einem Fachanwalt vereinbaren kann. Die Erstberatung kostet mindestens 50 Euro.

TELEFON UND INTERNET

Wer seine Wohnung nicht verlassen möchte, aber trotzdem Rechtsrat braucht, kann auf Telefon- und Internetanbieter zurückgreifen. Die Kosten liegen zumeist bei 1,86 Euro pro Gesprächsminute. Anbieter wie die „Deutsche Anwaltshotline“, „AnwaelteDirect“ oder „advo24“ geben Auskünfte per Telefon und E-Mail. Eine E-Mail Anfrage ist allerdings nur für sehr konkrete Rechtsfragen geeignet. Komplexe Zusammenhänge lassen sich kaum ausreichend darstellen. mds

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben