Verbraucher : BERICHTIGUNG

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Vererben von Immobilien auch mit privatschriftlichem Testament möglich

In dem Artikel über die anstehenden Veränderungen bei der Erbschaftssteuer am vergangenen Montag haben sich leider zwei Fehler eingeschlichen. So steht den Geschwistern – anders als berichtet – kein Pflichtteilsanspruch zu. Pflichtteilsberechtigt sind die Abkömmlinge des Erblassers (Kinder), der Ehegatte sowie die Eltern des Erblassers.

Viele Anrufe haben wir auch bekommen, weil wir geschrieben hatten, Immobilien könnten nicht mit einem einfachen Testament vererbt werden, sondern man müsse zum Notar gehen. Das stimmt nicht. Bei Verfügungen von Todes wegen ist auch ein privatschriftliches Testament gültig – anders als bei Immobiliengeschäften unter Lebenden (Verkauf, Schenkung, Beleihung, Teilung), die stets der notariellen Beurkundung bedürfen. Dennoch raten Notare, ihre Dienste in Anspruch zu nehmen, wenn man Immobilien vererben möchte. Denn das vom Notar aufgesetzte Testament ist eine öffentliche Urkunde und ersetzt den Erbschein, den die Erben später sowieso für eine Umschreibung des Grundbuchs brauchen. Die Erteilung eines Erbscheins kostet genauso viel wie die Erstellung eines öffentlichen Testaments. Nur: Im letzteren Fall bekommt man die Beratung durch den Notar dazu – zum selben Preis. Eine ausführliche Berichterstattung über die Telefonaktion , die wir in Kooperation mit dem Berliner Anwaltsverein durchgeführt haben, finden Sie am kommenden Montag an dieser Stelle.

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