Verbraucher : Besser speichern und ausdrucken Volkshochschule online

E-Learning für den Massenmarkt: Besonders beliebt sind Kurse für Englisch sowie Computerführerscheine

Kurt Sagatz

Nicht jeder, der sein Wissen per E-Learning aufbessern will, verfügt über das superschnelle Internet mit DSL und eine Standleitung. Wer noch analog durchs Internet surft, ist gut beraten, die Ergebnisse seiner Recherchen „offline“ zu sichern.

Speichern: Wer schon einmal versucht hat, die auf dem Bildschirm angezeigte Webseite mal eben zu speichern, wird beim erneuten Aufrufen feststellen, dass wichtige Bestandteile wie Bilder und Grafiken fehlen. Um die gerade angezeigte Seite komplett zu speichern, wird beim Internet Explorer im Menüpunkt „Datei“ die Option „Speichern unter“ ausgewählt. Wichtig: Unter Dateityp immer „Webseite, komplett“ auswählen. Ein weiterer Tipp: Das Programm schlägt zwar einen Namen zum Speichern vor, dieser sollte aber so prägnant sein, dass man das Dokument auch nach einiger Zeit noch wiederfindet.

Drucken: Auf vielen Internet-Seiten befindet sich ein Extra-Button zum Ausdrucken. Dabei werden die wichtigen Informationen in einem Extra-Fenster so angeordnet, dass sie auch tatsächlich auf die ausgedruckte Seite passen. Fehlt diese Option, ist ein Trick hilfreich: Mit gedrückter Maustaste die benötigten Informationen markieren, mit der rechten Maustaste die Option „Kopieren“ auswählen, ein leeres Word-Dokument aufrufen und dort den Inhalt wiederum mit der rechten Maustaste „Einfügen“. Nun kann die Seite so ausgedruckt werden, dass später alles lesbar ist. sag

Es ist doch immer das Gleiche: Seit Jahren schon nimmt man sich vor, das eingerostete Englisch aufzufrischen. Keine trockene Grammatik wohlgemerkt, sondern gesprochenes Englisch, am Telefon, im Pub oder als Warming-up vor einer Verhandlung. Die Zeit für den Volkshochschulkurs oder den Besuch bei einem Spracheninstitut, die fehlt halt immer, zumindest bei dieser Form der Weiterbildung. Aber es gibt durchaus eine Alternative, ohne Fahrtzeiten und ohne Überschneidungen mit anderen Terminen: Beim E-Learning entscheidet jeder selbst, wann er lernt und auch, wie viel er jeweils am Stück tun möchte.

So einleuchtend die Vorteile des elektronischen Lernens am Computer auch sind, viele der Kurse werden allerdings nur in den Intranets von Unternehmen angeboten und stehen anderen Arbeitnehmern nicht zur Verfügung. Anders bei T-Online: Der Internet-Provider hat im Dezember ein eigenes E-Learning-Portal auf den Weg gebracht. Das Lernen-Online-Angebot der Telekom-Tochter richtet sich genau an jene Arbeitnehmer, die in ihrer Firma kein eigenes E-Learning- Angebot vorfinden. Und auch für die Masse der kleineren und mittleren Betriebe, die sich kein eigenes Wissensnetz leisten können, stellt sich T-Online als Alternative dar.

Schwerpunkt des T-Online-Angebots sind die drei Bereiche Sprachen (insbesondere Englisch, andere Sprachen sollen folgen), Computer und Beruf. Als börsennotiertes Unternehmen werde T-Online nur Kurse anbieten, die auch wirtschaftlich erfolgreich sind, sagt T-Online-Manager Burkhard Graßmann. Für den Nutzer muss das kein Nachteil sein, wie auch ein Blick auf das Angebot zeigt. Denn im Vordergrund stehen eben nicht jene (zeit-)aufwendigen Kurse, die monatelanges Lernen nötig machen. Beworben werden vielmehr genau jene Nischen, die sonst zu kurz kommen. Wie führe ich ein Telefongespräch mit einem englischen Gesprächspartner, was eignet sich für den Small Talk mit der Gattin des Geschäftspartners in New York? Praktische Kurse zu praktischen Fragen, portioniert in Häppchen zu 120 Minuten und zudem zu Preisen ab 9,90 Euro, damit hat T-Online derzeit den größten Erfolg. Die von Langenscheidt entwickelten Kurse orientieren sich jedoch nicht nur an den unterschiedlichen Situationen, sondern auch nach an den Inhalten. So gibt es Kurse für die Business-English-Bereiche Marketing und Vertrieb, Produktentwicklung, Finanzwesen, Personalwesen oder Geschäftsleitung.

Zu den besonders beliebten Modulen gehören daneben aber vor allem Kurse rund um den Computer. Auch hier geht es weniger um den Intensivkurs mit Magisterabschluss, sondern um alltägliche Fragen rund um PowerPoint, Word oder Windows XP. Auch hier gilt: Man lernt nur das, was man gerade benötigt und gerade dann, wenn man es braucht.

Einige grundsätzliche Unterschiede zu den VHS-Kursen gibt es dennoch. Der Gravierendste: Noch fehlen Tutoren, die interaktiv das Wissen des Lernenden überprüfen und bei Bedarf Tipps geben. Das Problem: Anders als in einem Unternehmen mit einer fest gefügten Mitarbeiterschaft unterscheiden sich auf einer offenen Plattform wie T-Online die Voraussetzungen und Anforderungen der Nutzer stark. Dennoch prüft T-Online derzeit, wie künftig auch auf Lernen-Online virtuelle Lehrer eingesetzt werden können, und wie die Kursteilnehmer auch untereinander kommunizieren sollen.

Wer immer noch fragt, woher er die Zeit für das E-Learning nehmen soll, dem sei der Lernen-Online-Kurs zum Zeitmanagement empfohlen. Seine Zeit besser in den Griff zu bekommen und klarere Prioritäten zu definieren, ist das Ziel dieses Kurses aus dem Job-Bereich. Und wer zu den 19,90 Euro Kursgebühr noch fünf Euro drauflegt, erhält von der Handelskammer Bayreuth sogar noch ein Zertifikat über die Teilnahme an der Online- Weiterbildung.

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