Blu-ray- und DVD-Spieler im Test : Fast wie im Kino

Die Blu-ray-Geräte sind "sehr gut" in Bild und Ton. Dafür brauchen sie lange, um die Filme zu starten.

Jahel Mielke

Eine gemütliche Couch, ein großer Flachbildfernseher und gute Boxen – damit scheint das Heimkino perfekt. Doch der beste Fernseher nützt nichts, wenn nicht auch das Abspielgerät hochauflösende Bilder zeigt. Blu-ray-Geräte, die Nachfolger der klassischen DVD-Spieler, können das. Ihre Bilder sind fünfmal höher aufgelöst als bei DVD-Playern oder beim normalen Fernsehen.

Die beste Bildqualität erreicht man aber nur in der Kombination aus einem Blu-ray-Abspielgerät und einem Full- HD-Fernseher, der die hochauflösenden Bilder auch optimal darstellen kann. Dazu sollte der Bildschirm eine Diagonale von mindestens einem Meter haben. Wer also immer noch ein Röhrengerät zu Hause hat, für den reicht ein DVD-Spieler. Die Filme werden auch auf längere Sicht in beiden Formaten produziert werden. Allerdings kosten Blu- ray-Discs auch fünf bis zehn Euro mehr als DVDs.

Die Blu-ray-Player setzen sich immer mehr durch – nicht zuletzt, weil die Preise stark gesunken sind. Ein Blu-ray-Gerät kostet heute im Schnitt 250 Euro. Vor einem Jahr musste man noch mehr als das Doppelte ausgeben. Der Branchenverband Bitkom erwartet in diesem Jahr einen Umsatz mit hochauflösenden Geräten von rund 93 Millionen Euro – das ist mehr als doppelt so viel wie im vergangenen Jahr. Bei DVD-Playern rechnet der Verband mit einem Umsatzrückgang von rund 85 Millionen Euro auf 395 Millionen Euro.

Die Stiftung Warentest hat neun Blu-ray- und vier DVD- Spieler geprüft. Eine Spielekonsole, mit der Blu-ray- Discs wiedergegeben werden können, war auch dabei. Bewertet wurden in erster Linie Bild- und Tonqualität sowie die Handhabung der Geräte. Die Tester untersuchten auch die Vielseitigkeit, also wie viele Formate die Geräte unterstützen. Zudem wurde getestet, wie gut die Player Fehler wie etwa Kratzer korrigieren konnten.

Bei den DVD-Playern, die im Schnitt 80 Euro kosten, siegte das Modell von Philips. Das LG-Gerät war auch wegen der Bildqualität nur „befriedigend“, der Toshiba-Player war nicht vielseitig genug.

Acht Blu-ray-Spieler erhielten ein „gut“, darunter auch die Spielekonsole von Sony. Die Qualität von Bild und Ton war sogar bei neun getesteten Geräten „sehr gut“. Der beste Blu-ray-Player im Test war der Samsung BD-P3600 für knapp 300 Euro. Er glänzte zusätzlich zu Bild- und Tonqualität durch niedrigen Stromverbrauch und eine sehr gute Fehlerkorrektur. Mit rund 170 Euro viel günstiger aber ebenfalls „gut“ war der Philips BDP3000. Die Blu-ray-Player können auch das Internet auf den Fernsehschirm holen; der Testsieger von Samsung und die Sony Playstation sogar per Funk, so dass kein Kabel nötig ist.

So schön die Bilder von Blu-ray-Spielern auch sind: Die Geräte von Pioneer und Sharp brauchten eine quälend lange halbe Minute fürs Einschalten, bei der Erkennung der Discs dauerte es teilweise noch länger. Der Panasonic DMP-BD60 warf den Film erst wieder nach einer halben Minute aus. Der Quick-Start-Modus, den einige Modelle anbieten, verkürzt zwar die Wartezeit, erhöht aber den Stromverbrauch im Stand-by: Beim Player von Sharp fallen so im Jahr bis zu 20 Euro Stromkosten mehr an. Da sollte man überlegen, Eintritt fürs Heimkino zu nehmen.

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