Bräunungslotionen : Sanfte Tönung

Die Stiftung Warentest hat zwölf Körperlotionen, die die Haut nicht nur pflegen, sondern auch tönen sollen, getestet. Gepflegt ohne UV-Strahlen: Mit vier Cremes funktioniert es gut.

Yasmin El-Sharif

Schmuddelwetter, blasse Haut und der nächste Urlaubstermin ist auch noch weit entfernt. Die Frühlingssonne kommt aber sicher bald raus, und wer ihr da nicht mit kalkweißen Waden begegnen will, kann zu selbstbräunenden Cremes greifen. Die sind hautschonender und günstiger als Sonnenstudios.

Die Stiftung Warentest hat zwölf solcher Körperlotionen, die die Haut nicht nur pflegen, sondern auch tönen sollen, getestet. Vier der Cremes erzielten ein gutes Gesamturteil. Die restlichen acht kamen insgesamt auf ein „befriedigend“. Knapper Sieger nach Punkten ist die Lotion Isana der Drogeriekette Rossmann. Mit 80 Cent pro 100 Milliliter ist sie auch eine der günstigsten Cremes im Test. Fast genauso gut schnitten die Lotionen von Dove, Lancôme und Garnier ab. Doch nur Isana und Dove erreichten in den beiden wichtigsten Prüfkriterien – bei der Bräunung und der Feuchtigkeitsanreicherung – die Note „gut“. Alle anderen bekamen teils schlechtere Noten. So gefiel die mit 7,30 Euro pro 100 Milliliter teuerste Bräunungslotion im Test, die von Lancôme, zwar im Bräunungsergebnis und in der Anwendung ein wenig besser als die Konkurrenten. Doch bei der Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit schnitt sie nur „befriedigend“ ab.

Die bräunliche Tönung verdankt die Haut dem Wirkstoff Dihydroxyaceton (DHA). Er ist auch in klassischen Selbstbräunern enthalten, allerdings in deutlich höherer Konzentration. Bei ihnen ist die Haut schon nach Stunden sichtbar gefärbt. Bei den niedriger dosierten Lotionen im Test wird die Reaktion oft erst nach drei bis fünf Tagen sichtbar. DHA ist eine gesundheitlich unbedenkliche, im Labor nachgebaute Zuckerart, die auch im menschlichen Stoffwechsel vorkommt. Die Substanz reagiert mit Eiweißen in der obersten Hautschicht, der Hornschicht, und färbt sie bräunlich ein.

Die 30 Probanden fanden sich nach den zehn Testtagen manchmal nicht natürlich genug getönt, manche reklamierten einen Gelbstich, andere fanden die Färbung ein wenig zu rötlich. Nur bei Dove und Lancôme wurde der erzielte Farbton mehrheitlich als „gut“ empfunden.

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