Verbraucher : Brutzeln in Gesellschaft

Raclette-Geräte können mehr als Käse schmelzen – doch nicht alle werden heiß genug

Corinna Visser

Vielen fällt es schwer, nach dem leckeren Gänsebraten und den vielen Plätzchen zu Weihnachten, nun schon wieder an das nächste Festessen zu denken. Doch Raclette ist wahrscheinlich nicht nur deshalb ein so beliebtes Essen zu Silvester geworden, weil man gesellig ein paar Stunden damit verbringen kann. Sondern sicher auch, weil jeder essen kann, was er will und wie schnell er will.

Die Stiftung Warentest empfiehlt, gleich ein Gerät in Kombination mit Grillplatte zu kaufen. Das ist nicht nur praktisch zum Warmhalten von Brot oder Pellkartoffeln und macht einen separaten Tischgrill überflüssig. Ein kombiniertes Gerät lässt auch viel mehr Variationsmöglichkeiten zu. Beim „Hirschsteak von der Platte mit überbackener Gorgonzola-Birne aus dem Pfännchen“ jedenfalls lief den Testern das Wasser im Munde zusammen.

Schlechte Laune jedoch machen Geräte, bei denen die Pfännchen unterschiedlich schnell heiß werden. Während am Tisch die einen schon geschmolzenen Käse genießen, sitzen die anderen noch bei kalten Kartoffeln. Bei den Geräten von Unold und efbe stellten die Tester in den einzelnen Pfännchen Temperaturunterschiede von mehr als 80 Grad beim Vorheizen fest. Trotzdem gab es am Ende gebräuntes Raclette. Nicht so jedoch beim Gerät von Quelle. Es wird nach Meinung der Tester fürs Bräunen nicht heiß genug – weder in den Pfännchen noch oben auf der Grillplatte. Viel Geduld muss mitbringen, wer sein Fleisch auf dem heißen Stein brutzeln will. Steinplatten brauchen zwischen 20 bis 60 Minuten, bis sie so heiß sind, dass sich die Fleischporen sofort schließen.

Mehr als 40 Euro muss ein gutes Gerät nicht kosten. Für diesen Preis sind „Clatronic RG 2892“ (baugleich mit „Bomann CB 1279“) zu haben. Am besten gelingt das Raclette nach Meinung der Tester aber mit dem Gerät „Petra RC 12.02“. Es grille auch gut. Zudem werde das Gerät schnell und gleichmäßig heiß. Dafür kostet es allerdings auch 70 Euro. Noch mehr Geld muss investieren, wer besonders viel Wert auf ein gutes Grillergebnis legt. Die beste Grillplatte und dabei auch noch eine Ablage für die großen Pfännchen besitzt nach Meinung der Tester das „Stöckli Chesseboard V8“. Das Gerät kostet allerdings 120 Euro. Vielseitig und ebenfalls top beim Grillen – so lautet das Urteil für den „Steba Multi-Raclette“ für 84 Euro.

Im Internet:

www.test.de

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