Bügeleisen im Test : Richtig Dampf ablassen

So richtig gern macht es kaum einer, aus Angst vor Brandflecken, Kurzschlüssen oder einfach nur aus Faulheit: Bügeln. Nicht alle Bügeleisen sind einwandfrei – eines ist gefährlich.

So richtig gern macht es kaum einer, aus Angst vor Brandflecken, Kurzschlüssen oder einfach nur aus Faulheit: Bügeln. Eine reine Frauensache ist das Bügeln schon lange nicht mehr, auch immer mehr Männer greifen zum heißen Eisen – besonders in Berlin. Fast eine halbe Million männlicher Hemden- und Hosenträger lebt hier allein – und auch in Single-Haushalten glätten sich die Hemden nicht von selbst.

Die gute Nachricht zuerst, beim Bügeln hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Kaum ein Gerät wird derzeit noch ohne Dampf erzeuger verkauft. Dampf bügeleisen pressen erhitztes Wasser in das Gewebe, das sich dadurch leichter und schonender glätten lässt. Die Stiftung Warentest hat aktuell neun Dampfbügeleisen und sieben Bügelstationen mit Dampfdruck geprüft. Der feine Unterschied: Bei herkömmlichen Dampfbügeleisen entsteht der Wasserdampf während der Erhitzung direkt im Boden des Bügeleisens – das dauert nicht nur eine Weile, der Dampf strömt auch ohne viel Druck heraus.

Anders funktionieren die sogenannten Bügelstationen, die einen Extra-Dampf generator haben. Darin wird das Wasser schnell und mit viel Druck erhitzt. Über einen Schlauch wird der Dampf per Knopfdruck durch die Sohle des Bügeleisens in den Stoff entlassen. Wer viel bügeln muss und etwa massenhaft empfindliche Hemden zu glätten hat, sollte auf diese leistungsstarken Geräte setzen. Diese komplexen Modelle sind allerdings 100 bis 200 Euro teurer und verbrauchen außerdem mehr Strom.

Als Orientierungshilfe eignet sich laut Stiftung Warentest am ehesten der Preis. Die getesteten Bügeleisen kosten zwischen 15 und rund 300 Euro – und im Großen und Ganzen gilt: Je teurer, desto besser. Testsieger ist die Dampfdruck bügelstation „Tefal ProExpress Antikalk GV 8330“ für 240 Euro. Dieses Gerät bügelte am besten und dampfte dabei lange – die Tester vergaben das einzige Mal ein „Sehr gut“. Empfohlen werden auch die Bügelstationen „Rowenta Liberty DG 8040“ für 202 Euro und das „Philips GC 9020“ für 290 Euro.

Bei den einfachen Dampfbügeleisen raten die Profitester zum „Rowenta Focus DZ 5020“, das Gerät bügelt gut und kostet nur 54 Euro: Für Haushalte mit überschaubarem Hemden- oder Blusenbestand ist das Modell vermutlich ausreichend. In zwei Fällen vergaben die Tester ein „Mangelhaft“. Beim Dampfbügeleisen von „Bomann“ war vom Dampf kaum etwas zu sehen. Die Bügelstation „Beem“ könnte unter Umständen sogar gefährlich werden: Fällt das Eisen herunter, können Gehäuseteile herausbrechen und stromführende Teile können offen liegen.

Bei allen Modellen gilt Folgendes zu beachten: Zwar kann problemlos Leitungswasser verwendet werden. Bei sehr hartem Wasser – etwa in Berlin – sollte man allerdings destilliertes Wasser aus dem Baumarkt untermischen. Auf den Einsatz von Duftwässerchen und herkömmlichen Entkalker sollte man aber verzichten. Diese Zusätze können die Geräte auf Dauer angreifen. Wie die Bügeleisen richtig entkalkt werden können, steht in den Gebrauchsanleitungen.Hannes Heine

Es gibt Menschen, die brauchen für jede Verrichtung ein spezielles Gerät, wie etwa einen Eierkocher oder einen Nasenhaarschneider. Anderen reichen einfache Gerätschaften wie Kochtopf und Schere. Meine Sympathien liegen bei der letzteren Gruppe. Als ich jedoch neulich bibbernd und mit feuerroten Händen die dicke Eisschicht von meinem Auto kratzte, träumte ich dabei von einem beheizten Eiskratzer. Den gibt es zum Beispiel im Netz bei www.hamsterpreise.net (17,99 Euro). Es ist ein silberfarbener Plastikkratzer mit einer beheizbaren Metallschleife darunter, quasi ein Kratzer mit Tauchsieder. Man steckt das fünf Meter lange Kabel in den Zigarettenanzünder – und wartet. Mindestens eine Minute braucht das Ding, um heiß zu werden, sehr heiß. Dann legt man los. Bei einer dünnen Rauhreifschicht lohnt sich die Inbetriebnahme nicht. Das geht mit einem herkömmlichen Kratzer genauso gut. Bei einer dicken Eisschicht jedoch hilft die Hitze sehr wohl. Doch wer will schon bei laufendem Motor eine Minute warten, bis der Kratzer heiß ist. Ich träume jetzt von einer beheizbaren Frontscheibe.

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