Verbraucher : Die Alleskönner

Drucken, scannen und kopieren in einem: Kombigeräte werden immer besser

Yasmin El-Sharif

Einer der teuersten Tropfen der Welt ist weder Öl noch Champagner, sondern herkömmliche Druckertinte. Mit einem durchschnittlichen Literpreis von mehr als 1000 Euro ist sie ein wahres Luxusgut. Die Sparsamkeit eines Druckers sollte daher beim Kauf ein wichtiges Kriterium sein. Die Stiftung Warentest hat 13 Multifunktionsdrucker – Geräte die drucken, scannen und kopieren können – geprüft und dabei auch die Tintenkosten berücksichtigt. Das Testergebnis: Sieben Drucker landeten im Mittelfeld, drei erhielten ein „gut“, zwei weitere schnitten nur mit einem „ausreichend“ ab.

„Auf dem Markt hat eine gewisse Angleichung stattgefunden“, sagt Dirk Lorenz von der Stiftung Warentest. Drucker, die vor drei Jahren noch kostspielig waren, sind günstiger geworden. Dafür wären vormals kostensparende Geräte nun teurer. Ein Beispiel ist die Firma Canon, die früher immer wegen ihrer qualitativ hochwertigen Drucker mit recht günstigen Verbrauchskosten gelobt wurde. Wer zusätzlich sparen wollte, konnte günstige Ersatzpatronen von Zweitanbietern kaufen. Dem schieben die Hersteller nun aber einen Riegel vor, indem sie die Tintentanks ihrer neuen Geräte mit Computerchips ausstatten, die schwer nachzubauen sind. So wird das Drucken von Texten, wie mit dem neuen Modell Pixma MP 800 von Canon, bis zu 30 Prozent teurer als früher.

Positiv ist jedoch, dass es kaum noch Drucker gibt, die für ein Din-A-4-Foto Tinte für mehr als vier Euro verbrauchen. Seitenfüllende Bilder kosten zwischen 100 und 280 Cent, Texte zwischen drei und 7,5 Cent.

Zufrieden waren die Tester mit dem Funktionsumfang der Kombigeräte, bei denen integrierte Faxgeräte nicht mitgetestet wurden. Auch das einfachste Gerät für 58 Euro scannt, druckt und kopiert mit einem anständigen Ergebnis. „Diese Alleskönner haben technisch hinzugewonnen und stehen qualitativ kaum schlechter da als einzelne Geräte“, sagt Lorenz.

Dennoch haben die beiden teuersten Geräte am besten abgeschnitten. Der Epson Stylus Photo RX700 für 395 Euro kann im Vergleich zum Canon Pixma MP 800 für 345 Euro besser scannen, ist aber beim Drucken etwas schlechter. Ein Extra der beiden Geräte: CDs und DVDs können direkt bedruckt werden. So lässt sich die Foto-CD vom letzten Urlaub schnell wiederfinden und sieht besser aus. Für den kleineren Geldbeutel spricht laut Testergebnis der Epson Stylus DX 4200. Er kostet nur 100 Euro, hat niedrige Tintenkosten, dafür aber kaum zusätzliche Funktionen.

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