DIE ECKPUNKTE : Was Riester-Sparer wissen müssen

WAS GEFÖRDERT WIRD

Die neue Förderung gilt nur für Bauten oder Käufe nach 2007, nur für selbst bewohnte Häuser oder Wohnungen und auch nur für Immobilien in Deutschland.

Auch die Sanierung eines Gebäudes, der behindertengerechte Umbau oder der Einbau einer sparsameren Heizung werden nicht subventioniert. Keine Riester-Förderung gibt es zudem für Zweifamilienhäuser oder für Immobilien mit einer Einliegerwohnung.

Wird das Riester-Haus verkauft oder vermietet, müssen die geförderten Beträge nachträglich versteuert oder auf ein neues Riester-Konto zurückgezahlt werden.

WIE BESTEUERT WIRD

Auch beim „Wohnriester“ gilt das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung, denn das ersparte Geld ist ja zunächst steuerfrei. Da das Haus in der Rentenphase jedoch keine Geld-Rente abwirft, hat sich der Staat einen Trick zur Besteuerung ausgedacht. Alle geförderten Beträge fließen auf ein fiktives Konto, werden mit zwei Prozent wiederum fiktiv verzinst. Geht der „Wohnriester“-Kunde in Rente, muss er den rechnerischen Kontostand entweder in gleichen Raten bis zu seinem 85. Geburtstag versteuern. Oder er zahlt seine Steuerschuld auf einen Schlag und erhält dafür 30 Prozent Rabatt.

WAS DAS BEDEUTET

Dass die Steuerkeule unter dem Strich weniger bedrohlich ist als befürchtet, rechnet die Landesbausparkasse Baden-Württemberg vor: Eine Familie mit zwei Kindern, die 37 Jahre lang Riester-Zulagen erhält, müsste am Ende maximal 57 700 Euro versteuern, also 3206 Euro pro Jahr bis zum 85. Lebensjahr. Bei einem Steuersatz von beispielsweise 15 Prozent in der Rentenphase erhielte Vater Staat 481 Euro pro Jahr. Pro Monat, sagt LBS-Experte Leitolf, „sind das gerade einmal 40 Euro – eine akzeptable Summe angesichts der Tatsache, dass man sich die Miete komplett spart.“ moc

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