Verbraucher : Die Risikobewertung

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DIE EINSCHÄTZUNG

Nachdem die Stiftung Warentest im vergangenen Jahr das erste Mal Weichmacher in Olivenölen gefunden hat, kam das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin zu dem Schluss, dass bei einem kurzfristigen Verzehr derart mit Weichmachern belasteter Olivenöle keine Gesundheitsschädigung zu erwarten sei, auch wenn es dabei zu einer Überschreitung der tolerierbaren täglichen Dosis komme. Bei längerfristigem Verzehr von hoch belastetem Öl „kann eine Gesundheitsschädigung dagegen nicht mehr ausgeschlossen werden“.

DIE FOLGEN

Zu den am häufigsten verwendeten Weichmachern gehört das Phthalat DEHP. Seine akute Giftigkeit ist gering; die Substanz ist nicht als erbgutschädigend eingestuft. Dosisabhängig kann DEHP aber schädliche Wirkungen auf Hoden, Niere und Leber haben: Im Tierversuch beeinträchtigt DEHP die Fortpflanzungsfähigkeit und schädigt die Geschlechtsorgane männlicher Nachkommen. DIDP (Diisodecylphthalat), ebenfalls ein häufig vorkommender Weichmacher, wirkt erst in höheren Mengen fortpflanzungsschädigend. Hier steht die leberschädigende Wirkung im Vordergrund. Für beide Substanzen hat die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit tolerierbare tägliche Aufnahmemengen (Tolerable Daily Intake, TDI) abgeleitet. Der TDI für DEHP liegt bei 0,05 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Für DIDP wurde ein so genannter „Gruppen-TDI“ in Höhe von 0,15 mg/kg KG festgelegt. Tsp

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