Verbraucher : Die Rollenfrage

Einheitstypen gehören der Vergangenheit an. Heute bieten die Hersteller von Inlineskates spezielle Männer- und Frauenmodelle an

Henning Zander

Auf schwarzem Eis fühlen sich Inlineskater am wohlsten. „Black ice“ wird der feine Asphalt genannt, auf dem die Rollen besonders gut gleiten. Doch auch Unebenheiten wie Betonplatten mit Fugen müssen Inlineskates aushalten können. Sie müssen gut rollen, in Kurven stabil bleiben und Ausweichmanöver unterstützen. Nach einem Test der Stiftung Warentest werden die meisten handelsüblichen Inlineskates diesen Ansprüchen gerecht. Die schlechteste Note — immerhin noch ein „Befriedigend“ – bekamen nur zwei Modelle.

Die Stiftung schickte acht Skaterinnen und Skater mit 13 verschiedenen Modellen auf die Piste. Außerdem wurden zwei Skates von Aldi und Plus in einem reduzierten Test geprüft. Sieger waren mit der Note „gut“ der „Fila Night Hawk CS“ mit 84er und 90er Rollen und der Inlineskate „VO2“ von K2. Das Modell von Fila überzeugte die Tester durch eine große Wendigkeit. Leichte Schwächen machten sie beim Bremsen aus. In der Handhabung schloss der Inlineskate von K2 etwas besser ab. Die Tester lobten den T-Schlüssel für den einfacheren Rollenwechsel.

Im Blickfeld stand auch die noch junge Differenzierung zwischen Herren und Damenskates. Bislang boten die Hersteller lediglich Unisexmodelle an. Doch nach dem Urteil der Tester ist die Unterscheidung durchaus sinnvoll. Frauen haben einen etwas tieferen Wadenansatz, die Füße sind schmaler und die Achillessehne kürzer. Die Hersteller gehen unterschiedlich mit den speziellen Eigenschaften des weiblichen Fußes um. Teils werden etwas kürzere Schäfte verwendet, teils bieten sie einen weicheren Schuhabschluss, um der Wadenform gerecht zu werden. Die Testerinnen klagten nur in Einzelfällen über Druckstellen, insbesondere bei dem mit 65 Euro sehr günstigem „Streetfighter Pro 1400“.

Preislich empfiehlt die Stiftung Warentest eher Inlineskates ab 150 Euro. Nur der „Hudora RX 23“ für 89 Euro schaffte die Note „gut“ und blieb preislich unter 100 Euro. Noch billiger sind die Modelle von Aldi und Plus für jeweils etwa 34,99 Euro. Aber sowohl mit dem „HySkate“ von Aldi, als auch mit dem „Mesuca“ von Plus können Freizeitskater nach dem Urteil der Tester akzeptabel fahren.

Der Stopper, mit dem gebremst wird, nutzt sich bei den geprüften Modellen unterschiedlich stark ab. Gerade beim „Streetfighter Pro 1400“ muss er früh ersetzt werden, da das Gummi beim Bremsen schnell abgerieben wird. Aber auch die Inlineskates Head „90 T2“ und K2s „VO2 Max“ haben Stopper, die schnell dahinschmelzen. Dafür kann er bei beiden leicht ausgetauscht werden.

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