DVD-Rekorder im Test : Multitalente fürs Wohnzimmer

Mit den modernen Geräten kann man digitales Fernsehen empfangen, Filme abspielen und aufnehmen. Fünf Rekorder schneiden im Test gut ab

Yasmin El-Sharif

Das DVD-Zeitalter ist zwar schon lange angebrochen, in vielen deutschen Wohnzimmern behaupten dennoch immer noch die klobigen VHS-Rekorder aus vergangenen Jahrzehnten ihren Platz. Das allein deshalb, weil man mit ihnen aufnehmen kann. Vermutlich wird es aber nicht mehr lange dauern, bis die VHS endgültig von DVD-Festplattenrekordern vertrieben wird. Die Geräte gibt es inzwischen zum Teil für unter 200 Euro und ihre Qualität wird zugleich immer besser, ergab ein Test der Stiftung Warentest. 13 Rekorder zwischen 194 Euro und 670 Euro hat das Prüfinstitut untersucht – darunter ein baugleiches Modell – und ganze fünf Geräte für „gut“ befunden.

Bei den getesteten Rekordern lassen sich Filme in unterschiedlicher Qualität auf die Rekorderfestplatte oder auf DVD aufzeichnen. Viele der Geräte im Test zeigen dabei „sehr gute“ Aufnahmen, beim Testverlierer von Philips sind sie am schwächsten. Da bieten die beiden VHS-fähigen Rekorder von Panasonic und Toshiba selbst beim Abspielen einer Videokassette bessere Bilder.

Aber nicht nur die Bildqualität ist beim Kauf eines Rekorders entscheidend. Je nachdem, ob digital über Antenne (DVB-T), digital per Satellit (DVB-S) oder analog per Kabel ferngesehen wird, kommen unterschiedliche Geräte infrage. Denn für jede Signalart braucht der Rekorder das dafür passende Empfangsteil (Tuner). Mehr als die Hälfte der Modelle hat ein Empfangsteil für analoges Kabelfernsehen und einen Digitaltuner. Wer in einem Gebiet mit DVB-T-Empfang wohnt, muss sich daher keinen Extra-Tuner für den Rekorder kaufen. Berlin ist bereits seit 2003 mit DVB-T versorgt.

Bei allen Rekordern kann der Nutzer sein Programm nicht nur speichern, sondern auch von Festplatte auf DVD und umgekehrt überspielen. Nur das Gerät von Philips macht keine Kopien von DVD auf Festplatte. Die Festplatte dient außerdem als Speicher für das laufende Fernsehprogramm. So lässt sich mit allen Testgeräten mit Hilfe der Festplatte zeitversetzt fernsehen. Klingelt kurz vor Beginn der Tagesschau das Telefon, reicht ein Tastendruck auf der Fernbedienung, und die Aufnahme startet sofort. Ist das Telefonat beendet, lässt sich die Aufzeichnung vom ersten Bericht an abspielen. Parallel zeichnet die Festplatte weiter auf. Die temporäre Aufnahme wird von der Festplatte gelöscht, sobald der Rekorder ganz ausgeschaltet wird. Die Rekorder von Daewoo, LG und Philips schneiden die laufenden Fernsehprogramme sogar immer automatisch mit, sobald sie eingeschaltet werden. So geht keine Sekunde des Programms verloren. Yasmin El-Sharif

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