EINSPEISEVERGÜTUNG : Warum Fotovoltaik sich weiterhin lohnt

Die Bundesregierung will die Einspeisevergütung für Solarstrom außerplanmäßig um zusätzliche 15 Prozent senken. Die Gesetzesänderung könnte schon zum 1. April in Kraft treten, vielleicht auch erst im Sommer. Wer von dem Stichtag an eine Aufdachanlage von bis zu 30 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) ans Netz bringt, erhält statt 39,14 Cent pro Kilowattstunde nur noch 33,27 Cent. Einen Vorteil hat das Gesetz: Solarmodulproduzenten, die Hersteller von Montagesystemen und die Installateure dürften gezwungen sein, ihre Preise zu senken. Dass sie dazu in der Lage sind, zeigt die Preisentwicklung seit 2006 (siehe Grafik). Im vierten Quartal 2009 kostete eine Solaranlage mit 1 kWp durchschnittlich 3135 Euro. Experten sehen noch deutlich Luft nach unten.

Das bedeutet: Wer heute eine Solaranlage kauft, muss nicht mehr als 3000 Euro pro kWp zahlen. Laut der Fachzeitschrift Photon lassen sich mit modernen Systemen überall in Deutschland ohne Schwierigkeiten Jahreserträge von 900 Kilowattstunden je Kilowatt installierter Leistung erzielen.

Bei bestehender Einspeisevergütung ergibt das laut Photon eine jährliche Rendite von acht Prozent vor Steuern. Mit den neuen Vergütungssätzen, dürfte die Rendite laut Schätzungen von Finanztest auf rund sechs Prozent fallen. Das ist immer noch deutlich mehr als viele vergleichbar sichere Anlagen, etwa Tagesgeldkonten, derzeit bieten. men

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