EU-Pläne : Lebensmittel sollen besser gekennzeichnet werden

Die EU dringt auf eine neue Verordnung zur besseren Kennzeichnung von Zusatzstoffen für Lebensmittel. Der Einsatz von chemischen Süßmitteln, Geschmacksverstärkern und Farbstoffen soll verboten oder eingeschränkt werden.

StraßburgDie Verwendung von Lebensmittel-Zusatzstoffen soll in der EU künftig strengen und einheitlichen Regeln unterworfen werden. Darauf zielen mehrere Verordnungen ab, die das Europaparlament in Straßburg in erster Lesung billigte. Aromastoffe und Enzyme - die etwa beim Brauen von Bier oder in Backwaren verwendet werden - sollten demnach einem EU-einheitlichen Zulassungsverfahren unterworfen werden. Geschmacksverstärker sollen nur noch zugelassen werden, wenn der "erwünschte Effekt" nicht mit natürlichen Gewürzen erzielt werden kann. Die Vorlage geht nun an den Ministerrat.

Chemische Süßmittel und Farbstoffe sollen nach dem Willen des Europaparlaments aus Baby- und Kindernahrung ganz verbannt werden. In anderen Lebensmitteln sollen sie nur noch erlaubt sein, wenn ihre Unbedenklichkeit erwiesen ist. Die Europa-Abgeordneten forderten ferner klare Hinweise über Zusatzstoffe auf den Verpackungen. Damit solle eine Täuschung der Verbraucher unterbunden werden, betonte die deutsche Grüne Hiltrud Breyer. Künftig würden Konsumenten besser über Nutzen, Herkunft und Eigenschaften von Zusatzstoffen informiert, fügte sie hinzu.

Das Europaparlament hat in der Frage ein Mitspracherecht. EU-Volksvertretung und Ministerrat müssen sich somit auf eine gemeinsame Position verständigen. (mit dpa)

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