Fernsehgeräte : Groß und günstig

Ein gutes Fernsehgerät ist schon für 910 Euro zu haben. Die Bilder werden besser, der Ton allerdings nicht.

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Der Tagesspiegel/ Kroupa

Groß soll er sein, am besten einen knappen Meter im Durchmesser. In vielen Wohnzimmern hat ein imposanter Flachbildfernseher den alten, schwarzen, quadratischen Kasten verdrängt: Das Wohnzimmer soll so zum Kino werden. Oder sollte zumindest, denn die Wirtschaftskrise bremst auch den Verkauf der LCD- Fernseher.

Marktforscher in den USA haben erst am gestrigen Mittwoch ihre Prognose erneuert und erwarten nun erste Anzeichen einer Stagnation beim Absatz der mit Flüssigkristallen betriebenen Bildschirme: Bis Jahresende würden 2008 weltweit nur 93 Millionen statt wie bisher angenommen 99 Millionen dieser Fernseher verkauft werden. Führende Hersteller hätten bereits ihre Produktion gedrosselt.

Für Verbraucher haben die Marktforscher hingegen erfreuliche Aussichten: Durch den gebremsten Absatz rechnen die Analysten mit einem heftigeren Wettbewerb der Hersteller, der die Preise um bis zu 50 Prozent drücken könnte.

Ohnehin gibt es gute Flachbildfernseher inzwischen deutlich günstiger als noch im vergangenen Jahr: Für weniger als tausend Euro sind empfehlenswerte Geräte zu haben - das ergibt eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest. Fünf von 20 untersuchten Modellen überzeugten die Tester mit einer "guten" Qualität, alle anderen erreichten ein "befriedigend". Nach Angaben der Verbraucherschützer lohnt es sich folglich nicht, die teureren Modelle zu kaufen: Ein mit "gut" bewertetes Philips-Modell, das im Test insgesamt etwas besser als das teuerste Gerät abgeschnitten hat, ist demnach schon für 910 Euro zu haben.

Testsieger ist das Sony-Modell KDL-37V4550E für 1120.- Euro. In den Kategorien Bild, Handhabung, Vielseitigkeit und Umwelteigenschaften bewerteten die Verbraucherschützer diesen Fernseher durchgehend mit "gut" oder "sehr gut". Das Gerät mit 94 Zentimeter Bildschirmdiagonale (37 Zoll) hat einen DVB-T- und einen DVB-C-Tuner für digitales Antennen- und Kabelfernsehen.

Für viele Zuschauer ist allerdings vor allem eine Kategorie am wichtigsten: die Bildqualität. Nach Analyse der Stiftung Warentest haben neun der untersuchten Geräte ein "gutes" Bild. Wer im häuslichen Kino optimale Bilder verlangt, sollte aber auf die feinen Unterschiede achten. Gerade bei Flachbildschirmen kann die Bildqualität sehr unterschiedlich sein - je nachdem, ob man einen internen TV-Empfänger, einen DVD- oder einen hochauflösenden Blu-Ray-Spieler nutzt. Gute Bilder bei den meisten Empfangsquellen liefert das Modell Philips 32PFL7403D.

Schlecht schneiden die meisten der 20 getesteten Fernseher bei der Tonqualität ab, die wegen der flachen Gehäuse der LCD-Fernseher ein grundsätzliches Problem ist: Platz für starke Lautsprecher ist schlicht nicht vorhanden. Sieben Geräte schafften beim Testen des Tones gerade "befriedigend", weitere sieben nur ein "ausreichend".

Bei allen Flachbildfernsehern gilt leider nach wie vor: Je schräger der Blickwinkel ist, desto flauer und kontrastärmer wird das Bild. hah

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