Verbraucher : Flache Spezialisten

Bei analogem Empfang liefern die LCDs meist nur befriedigende Bilder. Nutzt man eine Set-Top-Box ist die Qualität besser

Corinna Visser

Wenn Ingrid Bergman weint, will man jede Träne kullern sehen. Wenn die Aliens am Independence Day angreifen, müssen die Funken schön sprühen, wenn Shrek auf dem Bildschirm erscheint, muss er so grün sein, wie seine Fans ihn lieben. Auch bei den neuen flachen Fernsehern kommt es vor allem auf eines an: Das Bild muss stimmen.

Die Stiftung Warentest hat kurz vor der Internationalen Funkausstellung in Berlin (1. bis 6. September) 15 LCD-Fernseher geprüft: fünf kleine Geräte im Format 4:3 (51 Zentimeter Bildschirmdiagonale, ab 450 Euro) sowie zehn Geräte im Format 16:9 (65 bis 69 Zentimeter Diagonale, ab 700 Euro). Das Fazit: Alleskönner sind die Ausnahme. Es kommt also darauf an, welchen Übertragungsweg man nutzt (Kabel, Satellit oder Antenne) und ob man nur fernsieht oder das Gerät öfter auch als Bildschirm für Videos oder Fotos nutzt.

Wer in Berlin Fernsehen digital über Antenne (DVB-T) empfängt, der sollte nach Meinung der Tester lieber ein Gerät mit integriertem Empfänger kaufen, dann ist das Bild besser als bei einer externen Box. Loewe und Sony punkten mit „guten“ Bildern über den eingebauten DVB-T-Tuner.

Als ideal für DVDs, Satellitenempfang und Fotos stufen die Tester den Apparat von JVC ein. „Das zweitbeste Bild und eine prima Handhabung“, urteilen sie. Wer dagegen über das Kabel analog fernsieht und ab und zu auch einmal eine DVD einlegt, dem raten die Experten zum LCD-Fernseher von Samsung. Der kommt mit jeder Signalquelle gut klar und bekam für die Bildqualität die beste Note im Test. Insgesamt schnitt er jedoch nur „befriedigend“ ab, denn für den Ton gab es nur ein „ausreichend“. Mit dem enttäuschenden Klang muss man sich nicht zufriedengeben: Die Tester raten, den Ton über die Stereoanlage laufen zu lassen.

Wer nicht alle Jahre einen neuen Fernseher kaufen und sich schon für die Zukunft rüsten will, sollte auf das Logo „HD ready“ achten. Das zeigt an, dass das Gerät auch das hochauflösende Digitalfernsehen (HDTV) darstellen kann. Noch ist das Angebot an HDTV-Programmen klein und man braucht eine entsprechende Empfangsbox, um es zu sehen. Doch die Noten für das HDTV-Bild sind im Schnitt deutlich besser als für das herkömmliche Fernsehen. Allerdings: Bisher sind nur die großen Geräte im Test auch „HD ready“.

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