Verbraucher : Fonds für Vorsichtige

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Trotz aller Vorteile sind Genussscheine eine riskante Anlageform, die sich nicht für jeden Sparer eignet. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte einen breit gestreuten Genussscheinfonds mit Papieren verschiedener Emittenten bevorzugen (siehe Tabelle). Diese Fonds enthalten teilweise zusätzlich Anleihen , was das Risiko noch weiter senkt – freilich auch die Rendite. Vor einer direkten Investition in einzelne Scheine kommt es auf folgende Punkte an:

Der Anleger sollte den Emittenten genau prüfen und die letzten Geschäftsberichte des Unternehmens sowie alle weiteren verfügbaren Informationen sammeln, etwa aus Archiven.

Besonders wichtig ist die Bonität der Gesellschaft. Werden doch Ansprüche aus Genussscheinen im Falle einer Insolvenz nach allen anderen Gläubigern bedient. Faustregel : Je zahlungskräftiger der Emittent, desto geringer das Risiko.

Beim Lesen der Vertragsbedingungen zählen folgende Fragen: Mit welchen Merkmalen ist der Schein ausgestattet, wann und wie kann der Investor das Papier kündigen und was passiert bei Auflösung des Unternehmens? Manche Emittenten beteiligen den Anleger nicht am Liquidationserlös.

Vorsicht ist vor allem bei Genussscheinen vom staatlich unregulierten, grauen Kapitalmarkt geboten. Diese notieren nicht an der Börse und lassen sich vor Laufzeitende kaum wieder verkaufen. Wer hier investieren will, sollte das Geld tatsächlich jahrelang entbehren können.

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