GRUNDSICHERUNG : Warum sich Riester auch für Arme lohnt

Eine Riester-Rente wird wie jedes Einkommen auf die sogenannte Grundsicherung angerechnet. Auf diese staatliche Fürsorgeleistung haben arme Rentner seit 2003 einen Anspruch. Grundsicherung kann beantragen, wer zu wenig Einkommen hat, um davon zu leben. Die Anrechnung der Riester-Rente sollte kein Grund sein, auf einen Vertrag zu verzichten. Eine eigene Rente ist immer besser als eine Fürsorgeleistung.

Zudem erhalten Geringverdiener besonders hohe Zuschüsse zu ihrer Riester-Rente, gerade wenn sie Kinder haben. In der Debatte um die Anrechnung der Rente auf die Grundsicherung wird das oft vergessen. Verdiente jemand im vergangenen Jahr etwa nur 15 000 Euro brutto, muss er 600 Euro einzahlen, um die volle Förderung zu bekommen. Abzüglich der Grundzulage von 154 Euro bleiben 446 Euro, die dieser Sparer selbst einzahlen müsste. Bringt er weniger auf, bekommt er die Förderung anteilig. Mit zwei vor 2008 geborenen Kindern, für die es Kindergeld gibt, summiert sich der Zulagenanspruch des Riester-Sparers auf 524 Euro. Sein jährlicher Mindestsparbeitrag sinkt auf 76 Euro. Wer 76 Euro rein privat spart, hat später deutlich weniger im Topf als mit den Zulagen. Bei noch geringerem Einkommen oder noch mehr Kindern reicht ein noch kleinerer Eigenbeitrag für volle Zulagen. 60 Euro im Jahr müssen förderberechtigte Sparer aber immer selbst aufbringen.

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