Handy-Gebühren : Texten aus dem Ausland soll elf Cent kosten

Eine SMS aus dem europäischen Ausland ist derzeit unverhältnismäßig teuer. Das meinen jedenfalls die zuständigen Minister der EU-Länder. Mit dem kommenden Sommer könnte sich das ändern.

BrüsselDas Versenden einer Textnachricht im europäischen Ausland soll ab dem kommenden Sommer nur noch maximal elf Cent kosten. Die für Telekommunikation zuständigen EU-Minister stimmten der neuen Obergrenze am Donnerstag in Brüssel zu, wie der französische Verbraucherminister und amtierende Ratsvorsitzende Luc Chatel mitteilte. Das Europaparlament soll die Verordnung bis Mitte kommenden Jahres absegnen.

Auch die Kosten für das Surfen im Internet per Handy oder dem Notebook im Ausland sollen sinken. Die EU-Kommission hat hier eine Obergrenze von einem Euro pro Megabyte vorgeschlagen. Eine automatische Nachricht muss den Nutzer darüber informieren, sobald er eine EU-Grenze überquert. Auch auf die Taktung von Telefongesprächen einigten sich die EU-Staaten. Demnach dürfen die Telekommunikationsunternehmen auch bei sehr kurzen Gesprächen dreißig Sekunden berechnen. Gespräche, die länger als 31 Sekunden dauern, würden dann nach Sekunden abgerechnet.

Pro Jahr werden in der EU nach Kommissionsangaben 2,5 Milliarden SMS über nationale Grenzen hinweg geschrieben. Deutsche Handynutzer zahlen nach Kommissionsangaben in Spanien oder anderen EU-Ländern für eine Textnachricht derzeit mindestens 40 Cent - anstelle von durchschnittlich 19 Cent im Inland. (sf/AFP)

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