Verbraucher : High-Tech im Supermarkt

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Technisch der neueste Schrei: Man kauft im Supermarkt ein und muss die Waren nicht mehr auf das Band laden. Die Kasse macht alles selbst. Voraussetzung: Die Waren sind mit RFID-Chips bestückt. Das sind kleine Chips mit Antennen, die die auf ihnen gespeicherten Informationen per Radiowellen an das Lesegerät in der Kasse übertragen.

Die RFID-Chips könnten nicht nur das Einkaufen revolutionieren, sondern auch den Haushalt. Ist auch der Kühlschrank entsprechend ausgerüstet, kann der Chip auf dem Jogurt warnen, wenn das Verfallsdatum naht. Wird der Jogurt verzehrt, könnte der Kühlschrank einen neuen nachbestellen.

Doch das ist Zukunftsmusik. Denn viele Probleme rund um die RFID-Chips sind noch lange nicht gelöst. Fast alle betreffen den Datenschutz. Zahlt der Kunde seine Waren mit Kredit- oder Kundenkarte, kann der Handel Einkaufsprofile von jedem Kunden erstellen, fürchten Verbraucherschützer. Unklar ist auch, ob der Chip nach dem Verlassen des Ladens automatisch deaktiviert wird oder ob der Verbraucher das selbst tun muss. Verhandlungen zwischen dem Bundesverband der Verbraucherzentralen und der Wirtschaft über eine Selbstverpflichtung sind unlängst gescheitert. Nun will das Bundesverbraucherschutzministerium moderieren. „Notfalls gibt es eine gesetzliche Regelung“, sagt Rainer Metz vom Ministerium. „Doch das sehen wir noch lange nicht.“ hej

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