Kaufen oder Nicht : Blöde Sprüche garantiert

Moritz Honert testet ein Haargel mit Pheromonzusatz. Was zeigt sich von der versprochenen Wirkung im Praxistest?

Moritz Honert

Augen zu, Tube drücken, tief einatmen, Luft anhalten. Irgend etwas muss da doch passieren. Schließlich ist die schwarze Tube nicht nur voll mit Haargel, sondern auch mit Pheromonen – mysteriösen Sexuallockstoffen. Zum „Alphatier“ werde man damit, verspricht die Werbung. Und die freundliche Frau von der Hotline versichert, dass es sich bei „got2be-magnetic“ garantiert nicht um einen Scherzartikel handelt.

Na, denn. Augen auf, ausatmen: Ein leichtes Gefühl von Schwindel stellt sich ein. Ob das gesund ist? Egal. Ab ins Haar damit. Das durchsichtige Gel ist vergleichsweise flüssig, klebt erst an den Händen und verwandelt dann das Haar in null Komma nix zu Beton. Geschmackssache, ob man das so mag.

Von der versprochenen Wirkung zeigt sich im Praxistest aber leider nichts. Keine Frauen, die sich einem im Fahrstuhl willenlos an den Hals werfen. Und auch die Zahl der Damen, die einem in der U-Bahn ungefragt Kinderwünsche anträgt, nimmt nicht wirklich zu. Ganz im Gegensatz zu den blöden Sprüchen von Freunden, die unvorsichtigerweise in den Feldversuch eingeweiht wurden.

Als Haarfestiger ist das Gel aber okay, auch wenn ein Preis von 5,99 Euro pro Tube reichlich überzogen ist. Da gibt es billigere Konkurrenz, die genauso gut klebt.

Das Testurteil: Drei von zehn möglichen Punkten.

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