Kaufen oder nicht : Brettstarker Sound

Moritz Honert testet ein Regal mit Lautsprechern. Keine schlechte Idee, stören sich doch selbst Musikfreunde oft an den turmhohen Boxen, die im Wohnzimmer verstauben.

von
Hohrizontal 51.
Hohrizontal 51.Foto: promo

In der „Sendung mit der Maus“ wurde einst verraten, wie Erfinder arbeiten: Der einfachste Weg, sich etwas auszudenken, was es nicht gibt, sei, zwei Dinge zu kombinieren, die es schon gibt. Kling logisch. Handy und Kamera, Spazierstock und Florett, Mineralwasser und Koffein. Da fällt einem schon noch was ein.

Ähnlich sind auch die Konstrukteure von Finite Elemente (www.finite-elemente.de) vorgegangen, als sie ein Regalbrett mit Lautsprechern ausstatteten. Keine doofe Idee, stören sich doch selbst Musikfreunde oft an den turmhohen Boxen, die im Wohnzimmer verstauben. Das ein Meter breite „Hohrizontal 51“ kann man an die Wand dübeln und Bücher draufstellen. Es gibt eine Dockingstation für iPhone und iPod, aber auch jeder andere Player oder Laptop lässt sich über die Cinch-Anschlüsse auf der Rückseite anstöpseln – was aber ein wenig Geruckel nötig macht, wenn das Brett einmal hängt.

Der Sound ist erstaunlich, die Leistung mit 2x25 Watt für die meisten Gelegenheiten ausreichend, allerdings sollte das Brett auf Ohrhöhe hängen. Etwas nervtötend ist lediglich die Abmischung. Ein Höhen- und Bass-Regler wäre schön gewesen, um die dämlichen Equalizervoreinstellungen der Apple-Geräte zu umgehen.

Gegen die sofortige Montage der in verschiedenen Farben und auch ohne Lautsprecher erhältlichen Bretter spricht höchstens der Preis von gut 500 Euro. Andererseits: Qualitativ vergleichbare Speakersets nehmen deutlich mehr Platz weg und bieten deutlich weniger Stauraum.

Das Testurteil: Acht von zehn möglichen Punkten.

Autor

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben