Kaufen oder nicht : Digitales Schreiben

Ausgestattet mit einer Infrarotkamera, speichert er alles, was sein Benutzer auf dem Spezialpapier notiert: Andreas Menn testet einen Stift mit Gedächtnis.

Andreas Menn
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Foto: promo

Fotokameras gibt’s inzwischen nur noch digital, Bücher werden elektronisch – nur unsere älteste Kulturtechnik, die Handschrift, hat noch keinen USB-Anschluss. Aber auch das Problem ist jetzt gelöst. Der „Pulse Smartpen“ des kalifornischen Unternehmens „Livescribe“ zaubert Geschriebenes mithilfe eines USB-Anschlusses auf den Bildschirm und dient gleichzeitig als Diktiergerät. Berührt man mit dem Stift später eine beliebige Stelle seiner Notizen auf einem codierten Spezialpapier, dann spielt der Stift die passende Stelle im Audio-Mitschnitt ab.

Ausgestattet mit einer Infrarotkamera, speichert der Stift alles, was sein Benutzer auf dem Spezialpapier notiert. Die Bedienung funktioniert vollständig über gedruckte Symbole am Fuße jeden Blattes: Ein simpler Tipp der Minenspitze auf das Aufnahme-Symbol schaltet das Mikrofon ein. Das funktioniert reibungslos. Die Handschrift samt verknüpfter Tonaufnahme lässt sich auf dem Computer archivieren, abspielen und sogar durchsuchen.

Zwar ist der Griffel etwas klobiger als bei einem üblichen Kuli, doch daran habe ich mich schnell gewöhnt. Die Tonaufnahmen sind sehr gut verständlich. Die Bedienung mit Hilfe der Symbole auf dem Papier ist außergewöhnlich elegant und intuitiv. In der 1-GB-Version kostet der Pulse Smartpen, etwa bei www.unimall.de, 179 Euro, die Schreibblöcke kosten im Viererpack 29,90 Euro.

DAS TESTURTEIL:  Zehn von zehn möglichen Punkten

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