Kaufen oder nicht : Ein Bemmchen zum Bierchen

Heike Jahberg testet Brotchips. Bemmchen schmecken lecker und sind – verglichen mit anderen Knabbereien – relativ gesund.

Heike Jahberg
Bemmchen
Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Manche Entdeckung macht man eher zufällig. Neulich lagen auf der Käsetheke im Kaiser’s kleine Probierhäppchen. Verschiedene Käsesorten waren auf knusprigen Mini-Brotscheibchen arrangiert. Der Käse war langweilig, die Brotchips toll. Ich fand heraus: Es handelte sich um Bemmchen (100 Gramm, rund 1,50 Euro). Die gibt es bei Kaiser’s im Knäckebrot-Regal.

Bemmchen kommen aus Dresden, der Stadt, in der auch der Teebeutel, die Milchschokolade und das Russisch Brot erfunden wurden. Hergestellt werden die Knabbereien von Dr. Quendt. Den gibt es wirklich. Hartmut Quendt ist Lebensmittelingenieur und hat zu DDR-Zeiten im VEB Dauerbackwarenkombinat gearbeitet. Nach der Wende hat er die Firma übernommen und umbenannt. Nun führt sein Sohn Matthias die Geschäfte.

Dr. Quendt backt Russisch Brot, Stollen und herzhafte Knabbereien. Zu diesen gehören die Bemmchen. Aus Natursauerteig (Vollkornmehl) werden kleine Brote gebacken, die anschließend in Scheiben geschnitten werden. Chemische Zusätze gibt es – anders als bei den meisten Konkurrenzprodukten – nicht, die Würze kommt aus den Röstzwiebeln im Knabberbrot, Fett wird dem Produkt nicht zugesetzt.

Bemmchen schmecken lecker und sind – verglichen mit anderen Knabbereien – relativ gesund. 100 Gramm enthalten 397 Kalorien, zum Vergleich: 100 Gramm Kartoffelchips kommen auf 550 Kalorien. Man kann Bemmchen einfach so knabbern, man kann sie aber auch in verschiedene Dips tunken oder mit Käse oder Schinken belegen.

Dennoch sollte man auch Bemmchen nicht in Riesenmengen in sich hineinstopfen. Die Brotchips enthalten recht viel Salz. Matthias Quendt empfiehlt ein Bier, um den Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufüllen. Mit dem Bierchen sei das genauso so wie mit den Bemmchen: „In Maßen ist das alles gut.“

DAS TESTURTEIL: Zehn von zehn möglichen Punkten

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