KAUFEN oder NICHT : Glatt gelaufen Kühle Nacht

Elektrorasierer im Test: Die meisten Geräte rasieren „gut“, alle schonen die Haut. Zwei sind aber schlecht verarbeitet.

Jahel Mielke
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Da steht nichts mehr. Bruce Willis rasiert den Kopf gleich mit. Foto: p-a/dpadpa

Früher mussten Männer sich nicht selbst rasieren. Der Barbier entfernte den Bart mit einem scharfen Rasiermesser, das heute wohl auch manchen mutigen Mann verschrecken würde. Seit der Entwicklung des Nassrasierers stutzen die meisten Männer ihren Bart zu Hause selbst. Wer die Klingen ganz scheut, kann heute auch zum Elektrorasierer greifen. Die Geräte gibt es seit den 30er Jahren; es wird nicht mit der offenen Klinge und ohne Wasser rasiert. Einige moderne Elektrorasierer können den Bart nun aber auch nass scheren.

Die Stiftung Warentest hat kürzlich fünfzehn Elektrorasierer getestet. Dabei wurde geprüft, wie gut die Produkte rasieren und wie schonend sie mit der Gesichtshaut umgehen. Dafür rasierten sich Testpersonen unter Aufsicht von Experten einen Vollbart und einen Dreitagebart. Handlichkeit, Akkuleistung, Verarbeitung und Stromverbrauch nahmen die Warentester ebenfalls unter die Lupe.

Das Ergebnis ist erfreulich: Zwölf Rasierer im Test waren „gut“, nur einer Schnitt „ausreichend“ ab. Sieger ist der Braun Series 7795cc für rund 380 Euro, dicht gefolgt vom rund 200 Euro günstigeren Modell Philips Nivea for men. Beide rasieren „gut“, sind sehr hautschonend und „sehr gut“ verarbeitet. Der Panasonic Pro-Curve ES7101 war nur „ausreichend“ und landete auf dem letzten Platz, weil das Gehäuse des Rasierers nicht richtig verarbeitet war. Bei der Entscheidung zählt aber nicht nur das Testergebnis, sondern auch der persönliche Geschmack.

Verschiedene Typen: Acht Elektrorasierer im Test haben einen Klingenblock, so auch der Testsieger von Braun. Die anderen Geräte haben je drei runde Schermesser, so auch der zweitbeste Rasierer von Philips. Der Klingenblock arbeitet mit Vibration, die Schermesser rotieren. Was besser funktioniert, konnten auch die Warentester nicht ermitteln. Es ist Geschmackssache.

Netz und Akku: Es gibt Geräte wie die beiden Panasonic-Rasierer, die nur mit Akku funktionieren. Netz-Akku-Geräte wie der Testsieger rasieren mit und ohne Kabel. Trocken und Nass: Der Philips HQ 6990 ist der letzte echte Trockenrasierer, weil er auch nicht nass gereinigt werden darf. Um die Barthaare zu entfernen, hilft nur klopfen, pusten und pinseln. Bei allen anderen Geräten im Test können die Schersysteme einfach unter fließendem Wasser ausgespült werden. Für den Testsieger von Braun gibt es sogar eine Reinigungsstation, die den Scherkopf von Bartstoppeln befreit.

Drei Modelle erlauben nicht nur eine Nassreinigung sondern auch eine Nassrasur: Der Philips Nivea for men und die Panasonic-Geräte können mit unter die Dusche genommen werden. Beim Panasonic Pro-Curve ES7101 war jedoch das Gehäuse nicht ganz wasserdicht. Den vollen Rundum-Service gibt es bei Philips. Deren Nivea-for-men-Rasierer stutzt nicht nur „gut“ den Bart, er trägt dabei auch gleich eine Feuchtigkeitslotion auf.

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