Kaufen oder nicht : Im Ofen bleibt’s kalt

Die Idee: Das wenig ökologische Prinzip von Bratbeutel und Alufolie wird durch eine feste, auf Dauer wiederverwendbare Lösung ersetzt. Bernd Matthies testet eine Dampfbox.

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Foto: promo

„Dampfbox“ heißt das Ding schlicht, aber es dampft nicht einmal. Es handelt sich um eine kleine Kiste aus dickem, weichem Silikon der spanischen Firma Lekué, konzipiert von Luki Huber, der auch schon für den großen Küchen-Avantgardisten Ferran Adriá gearbeitet hat. Die Idee: Das wenig ökologische Prinzip von Bratbeutel und Alufolie wird durch eine feste, auf Dauer wiederverwendbare Lösung ersetzt. Es kommen also alle Zutaten hinein, der Deckel wird zugeklappt, und dann gart alles gemeinsam im eigenen Saft, bis es fertig ist und auf den Teller kommen kann. Es gibt die Box in verschiedenen Größen, allerdings ist auch die flache, knapp 30 Zentimeter lange Familienbox kaum für eine sehr hungrige Familie geeignet. Folgt man den kärglich vorgegebenen Rezepten, funktioniert alles gut – jedenfalls in der Mikrowelle. Für sie ist die Box ein ideales Instrument, um Fisch mit Kräutern aromadicht zu garen oder beispielsweise Spargel erst knapp weich zu kriegen und dann, Deckel auf, noch sanft zu gratinieren. Geht schnell, ist praktisch. Im Backofen sieht die Sache schlechter aus: In den angegebenen Garzeiten passiert praktisch nichts, das Silikon lässt die Hitze nur sehr zögernd durch, und das Missverhältnis zwischen Energieeinsatz und Resultat dürfte kaum im Sinne des zweifellos kompetenten Erfinders sein. Lekué bietet noch eine ganze Reihe weiterer Küchen-Gimmicks aus Silikon mit recht hohem Nutz- und Spielfaktor (www.lekue.es), zu haben sind sie zum Beispiel bei Amazon.

DAS TESTURTEIL: Fünf von zehn möglichen Punkten.

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