Kaufen oder nicht : Leichtes Schreibvergnügen

Die Wahl des richtigen Füllers ist eine Wissenschaft für sich - vor allem, wenn es um Schüler geht. Heike Jahberg testet einen Füller.

Heike Jahberg
Fueller
Der neue "My Pen" -Foto: Promo

Schüler sollen natürlich von Anfang an lernen, den Füller richtig zu halten, sauber zu schreiben und auf dem Blatt einen gleichmäßigen, ansprechenden Text zu hinterlassen. Was Hänschen nicht lernt …

Die einen stehen auf Pelikan, die anderen auf Produkte der Firma Lamy. Zur Lamy-Gemeinde zählen mein 13-jähriger Sohn und meine neunjährige Tochter. Die Firma Herlitz hatten sie bisher nicht in ihrer Federmappe. Dabei ist das Repertoire der Berliner inzwischen beachtlich. Das neueste Modell in der Füllerfamilie heißt „My Pen“. Er ist aus Vollplastik, liegt federleicht in der Hand, schreibt ohne Anfangsschwierigkeiten los, gleitet über das Papier und kleckst nicht. Außerdem sieht er cool aus, die Grifffläche ist bunt abgesetzt, der „My Pen“ hat ein leicht spaciges Design, und er ist billig. Mit 9,99 Euro unterbietet er Pelikan und Lamy deutlich.

Ich habe die Kinder gebeten, den Füller zu testen. Ein einheitliches Votum kam dabei nicht heraus. Linda, die schöner formuliert als sie schreibt, war sehr angetan. Während sie mit dem Lamy oft mehrmals ansetzen muss, bis die Tinte fließt, startet „My Pen“ sofort durch. Der Füller schreibt sogar, wenn man die Feder leicht verkantet. „Ich gebe ihm eine eins bis zwei“, sagt Linda. In Punkten umgerechnet also neun oder zehn.

Der große Bruder ist kritischer. Auch er hält den Füller für cool, aber er mag das Schriftbild nicht. Tatsächlich sind die Linien eher zart, der Lamy kommt deutlich kräftiger daher. Außerdem ist es nicht so einfach, dem Füller die Kappe überzustülpen. Verglichen mit dem Lamy wirkt der Herlitz-Füller ein bisschen windig. Tom gibt fünf oder sechs Punkte. Ich runde das Gesamturteil auf acht Punkte auf - weil wir Berliner in diesen schweren Zeiten zusammenhalten müssen.

DAS TESTURTEIL: Acht von zehn möglichen Punkten

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