Kaufen oder nicht : Nicht Fisch, nicht Fleisch

Immerhin macht es satt: Vera Pache testet ein vegetarisches Schnitzel.

Vera Pache
Schnitzel Foto: promo
Vegetarisches Schnitzel -Foto: promo

Am Anfang war das Kühlregal. Auf der Suche nach Kalbsschnitzeln entdeckte ich eine Verpackung, auf der mich goldbraune Soja-Taler an Salatbeilage anlachten – für nur 1,79 Euro. Ich als ehemalige Vegetarierin griff zu. Aber bereits beim Auspacken der vegetarischen Schnitzel kamen erste Zweifel. Die leicht matschige Panade roch vor allem nach Fett und nach Paprika-Chips. Traurig lagen die zwei faustgroßen Schnitzelchen vor mir in der Pfanne. Auch durch das Brutzeln wurde ihr Geruch nicht besser. Wenige Tage zuvor waren in dieser Küche feinste Kalbsschnitzel gebraten worden. Der Unterschied konnte größer nicht sein. Okay, dass die auf der Verpackung noch rot-braun glänzende Panade sich schwarz färbte, mag an den mangelhaften Bratkünsten der Köchin gelegen haben. Beim Aufschneiden erinnerte das rot-schwarze Stück auf den ersten Blick sogar an Fleisch. Das Soja war weiß und faserig, wie Hühnchen. Doch sind es ja bekanntlich die inneren Werte, die über den Geschmack entscheiden. Wenn man überhaupt davon sprechen kann, denn eigentlich schmeckte das Schnitzel nach nichts. Zudem war das Innere im Vergleich zur krossen Kruste viel zu weich. Wenigstens sind die Schnitzel cholesterinfrei und machen satt. Vielleicht sogar mehr als ein Kalbsschnitzel. Ich aber bin froh, keine Vegetarierin mehr zu sein.

DAS TESTURTEIL: Zwei von zehn möglichen Punkten

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