KAUFEN oder NICHT : Nur liegen ist schöner

Weniger Kartoffelsack, sondern mehr Skianzug: Sebastian Leber testet einen innovativen Schlafsack.

Sebastian Leber
Schlafsack "Selk'Bag"
Foto: promo

Das ist der Campingfluch. Kaum liegt man im Schlafsack und hat den Reißverschluss zu, fällt einem ein, was außerhalb des Zeltes noch alles zu erledigen wäre: Heringe nachziehen, sich beim Platznachbarn über die Lautstärke beschweren, nachsehen, ob der Grill wirklich aus ist. Aber sich jetzt wieder aus dem Schlafsack herauszuschälen, wäre ein Kraftakt. Also lässt man den Nachbarn lärmen und den Grill vor sich hinglühen. Normalerweise.

Mit dem „Selk’bag“ ist Aufstehen kein Problem mehr. Der Schlafsack hat Arm- und Beinteile, sieht also nicht mehr aus wie ein Kartoffelsack, sondern eher wie ein Skianzug. Der Hersteller verspricht „größtmögliche Bewegungsfreiheit“, und das stimmt. Der Selk’bag-Träger kann vor dem Einschlafen so viel mit den Beinen hin- und herstrampeln, wie er will. Und am nächsten Morgen gleich seine Yoga-Übungen machen. Auch toll: An der Spitze der Armteile sind Reißverschlüsse angenäht, und zwar von innen, so dass man leicht seine Hände durchstecken kann.

Leider hat der „Selk’bag“ auch Nachteile. In warmen Sommernächten lässt er sich nicht zur Decke umfunktionieren. Man kann sich nicht an den Beinen kratzen, wenn’s juckt. Vor allem stellt sich nicht das Gefühl von Gemütlichkeit und Geborgenheit ein. Das gehört zum Übernachten im Schlafsack eigentlich dazu. Wem’s egal ist: Den Selk’bag gibt es im Fachhandel oder ab 129 Euro unter www.selkbag.de.

Das Testurteil: 5 von 10 Punkten

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben