Leere Versprechungen : Mittel gegen Orangenhaut helfen nicht

Es gibt viele Mittel, die gegen Orangenhaut helfen sollen. Doch das Geld dafür kann man sich sparen.

Corinna Visser

Mit zunehmendem Alter und schwächer werdendem Bindegewebe trifft es fast jede Frau: Unschöne Dellen werden an den Problemzonen rund um Gesäß, Oberschenkel und Bauch sichtbar. Orangenhaut, Cellulite oder medizinisch korrekt Dermopanniculosis deformans nennt man diese welligen Fettpölsterchen. Die Stiftung Warentest hat zehn Produkte untersucht, die gegen Cellulite wirken sollen. 300 Frauen zwischen 35 und 60 Jahren mit deutlich sichtbarer Orangenhaut an den Schenkeln erprobten die Mittel vier Wochen lang. Das Ergebnis: Kein einziges Produkt hatte einen sichtbaren Einfluss auf die Cellulite. Das Test-Urteil lautete daher bei allen Cremes, Gelen, Ölen und Spezial-Geräten „mangelhaft“.

Cellulite ist keine Krankheit sondern ein typisches weibliches Phänomen. Fast alle Frauen haben die Veranlagung dazu. Ihre Ober- und Lederhaut ist dünner als die der Männer, die Fettkammern hingegen sind dicker und durch das Bindegewebe nur locker vernetzt, so dass sie sich nach außen sichtbar durchdrücken können. Das Bindegewebe muss sich schließlich bei einer Schwangerschaft ausdehnen können.

Auch wenn der Hautarzt bei den Testerinnen nach der Anwendung der Produkte keine Verbesserung der Cellulite feststellen konnte, gab es immerhin an der Verträglichkeit nichts auszusetzen. Im Allgemeinen waren die Testerinnen wenigstens von Geruch, Konsistenz, Verteilbarkeit und Hautgefühl nach der Anwendung durchaus angetan. Immerhin kosten die Produkte ja bis zu 49 Euro.

Der Rat der Stiftung Warentest: Das Geld lieber in Sport- und Bewegungsprogramme sowie in eine fettarme Ernährung stecken. So lässt sich Orangenhaut eher zum Positiven beeinflussen. Wer sich viel bewegt, Übergewicht vermeidet und auf Zigaretten sowie Alkohol verzichtet, kann Cellulite in Grenzen halten.

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