Lieferbeschränkung : EU kontrolliert ukrainisches Sonnenblumenöl scharf

In ukrainischem Sonnenblumenöl wurden schon vor einigen Wochen erhöhte Mineralöl-Werte gemessen. Sie stammen aus der Luft und von der Schädlingsbekämpfung. Die EU-Kommission reagiert nun darauf.

213593_0_9fa80e4b
Die EU-Kommission wirft ein wachsames Auge auf Sonnenblumenöl aus der Ukraine. -Foto: dpa

BrüsselSonnenblumenöl aus der Ukraine darf nur noch nach strengen Kontrollen in die Europäische Union geliefert werden. Mit dieser Entscheidung reagierte die EU-Kommission auf die Entdeckung ukrainischer Lieferungen, die stark von Mineralöl verunreinigt waren. Die Mitgliedstaaten müssen nun laut Kommission jede weitere Lieferung genau untersuchen, bevor sie ins Land gelassen wird. Verunreinigungen müssen sofort gemeldet werden.

Vor vier Wochen hatten Kontrolleure in der EU erstmals überhöhte Mineralöl-Werte in ukrainischem Sonnenblumenöl gemeldet. Die Kommission empfahl den Mitgliedstaaten daraufhin, alle verseuchten Produkte vom Markt zu nehmen. Vor einer Woche folgte die Empfehlung, vorläufig alle Sonnenblumenöl-Importe aus der Ukraine zu stoppen, solange das Lieferland die Qualität der Produkte nicht garantiert.

Eine Kommissionssprecherin sagte, es gibt keine gesetzlichen Obergrenzen für Mineralöl-Rückstände in Sonnenblumenöl. Bis zu 166 ppm (parts per million) sind normal, mehr als 200 ppm gelten als verdächtig. In ukrainischem Öl sind aber bis zu 7500 ppm gefunden worden, von denen je nach Raffinade-Verfahren etwa 1000 ppm übrig blieben. Laut Kommission wird Sonnenblumenöl auf "natürlichem Wege" aus der Luft und von Rückständen bei der chemischen Schädlingsbekämpfung mit Mineralöl verunreinigt. (ut/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar