Verbraucher : Lust am Überschlag

Sie pesen über Asphalt und Schotter – doch im Gelände kommen nur wenige voran. Fahrspaß gibt es bereits ab 39 Euro

Corinna Visser

Tollen Fahrspaß bei Tempo 20 haben – das geht nur mit ferngesteuerten Spielzeugautos. Die überschlagen sich auch gern, ohne dass es dem Fahrzeuglenker weh tut. Selbst das Fahren auf Schotter macht Freude. „Man kann den Wagen auch mal schleudern lassen“, sagt Henry Görlitz, Testleiter der Stiftung Warentest. Die Experten haben 13 Fernlenkautos getestet. Das Rennen machten drei teure Wagen und ein Spaßmobil.

Ganz vorn liegt der „Dirt Crusher RC“ von Lego. Bei ihm reicht die Antriebskraft sogar für Fahrten auf dem Rasen, wo mit einer anderen Ausnahme alle anderen schlapp machen. „Nur der Lego Dirt Crusher hat richtig Dynamik, da fliegen auch auf Rasen die Fetzen“, sagt der Testleiter. Spitze im Gelände ist auch der „MTB Bison“ von Jamara. Als Einziges wird das Hightech-Allradauto sogar mit lockerem Sand fertig. Mit 149 Euro für den „Dirt Crusher“ und 94,50 Euro für den „MTB Bison“ sind die Autos allerdings recht kostspielig. Großen Spielspaß hatten die Kinder auch mit dem „Racy Quadra Racer“ von Karstadt für 39 Euro.

Wer gleich am Weihnachtsabend loslegen will, sollte darauf achten, dass der Akku vor dem Geschenke-Verpacken aufgeladen ist. Ladegeräte liegen bei – außer beim „MTB Bison“. Hier muss man Ladegerät und Akku extra kaufen.

Extreme Unterschiede gibt es bei der Reichweite der Fernbedienung: Der „MTB Bison“ lässt sich noch aus 40 Meter Entfernung steuern, der Testsieger „Dirt Crusher“ liegt mit einer Reichweite von nur 16 Metern in dieser Kategorie auf dem letzten Platz. Den Kindern macht das aber meist nichts, sie laufen meist dem Wagen hinterher. Schnellstes Auto im Test war der „Graupner Junior Line Buggy“ – er erreicht 20 Stundenkilometer. Doch leider währt das Vergnügen nicht lang. In punkto Haltbarkeit liegt der Wagen ganz hinten.

Und noch ein paar Tipps der Tester: Eine proportionale Fernsteuerung bringt Feingefühl beim Beschleunigen und Manövrieren, das macht gerade den Großen Spaß. Die Kleinen juckt es dagegen meist wenig, wenn das Auto Schlangenlinien fährt. Nur die drei teuersten im Test besitzen so eine Proportionalsteuerung. Ob Hebel oder Lenkrad – den Kleinen ist das egal. Erwachsene finden Lenkräder an der Fernsteuerung einfacher zu handhaben. Wenn bei einem Rennen mehrere Fahrzeuge gegeneinander antreten sollen, müssen die Fernsteuerungen mit unterschiedlichen Sendefrequenzen ausgestattet sein. Beim Lego „Dirt Crusher“ etwa kann man den Kanal per Schalter wechseln. Bei anderen Modellen muss man beim Kauf darauf achten, dass die Wagen nicht auf der gleichen Welle funken.

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