MEHR NETTO : SO KANN FAMILIE KRON SPAREN

Familie Kron fährt Opel, einen Astra und einen Zafira. Weil Michael Kron jeden Tag von Glienicke nach Potsdam zu seiner Arbeitsstelle bei der Spielbank pendelt, bringt es das Ehepaar auf rund 30 000 Kilometer im Jahr und zahlt dafür stolze 7903 Euro. Bei dem Astra schlagen besonders Benzin- und Reparaturkosten zu Buche, beim Zafira beträgt allein der jährliche Wertverlust 1300 Euro. Würden die Krons komplett auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, entstünden zwar Kosten für Bahnreisen, Jahrestickets im Nahverkehr und Reparaturkosten fürs Fahrrad, die Familie käme aber mit 4175 Euro erheblich günstiger weg.

Das Sparpotenzial beträgt nach Berechnungen des VCD 3728 Euro im Jahr. Allerdings ist das eine eher theoretische Rechnung: „Wenn ich morgens um vier von der Arbeit nach Hause fahren will, komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht weit“, gibt Michael Kron zu bedenken.

Seit längerem überlegt der Pendler jedoch, ob er seinen acht Jahre alten Astra

noch ein paar Jahre weiterfahren soll, oder ob er kreditfinanziert einen Neuwagen anschaffen soll. Christian Wolter, von der Verbraucherzentrale Berlin empfohlener Kfz-Sachverständiger, hat auf Bitten des Tagesspiegels für die Krons nachgerechnet. Sein Fazit: Besser den Astra behalten. Zwar verursacht ein neuer Kleinwagen geringere Betriebskosten und muss seltener in die Werkstatt, doch die Neuanschaffung, inklusive anfallender Kreditzinsen, käme die Krons insgesamt teurer zu stehen. Für den Neuwagen hat Wolter dabei einen Neupreis von 11 000 Euro angenommen und 290 Euro für die monatliche Kreditfinanzierung eingerechnet. Zusammen mit Benzinkosten, Versicherung, Steuer und Wartung kommt er so auf 550 Euro Kosten pro Monat. Für den Astra betragen die monatlichen Kosten nach Berechnungen des VCD jedoch nur 387,50 Euro. Was allerdings nicht in die Rechnung eingegangen ist: Ein neues Auto macht weniger Ärger – zumindest solange Garantie und Gewährleistung eintreten.

Was die Versicherungen betrifft, können die Krons kaum sparen. Beide Fahrzeuge sind bei der Huk Coburg versichert. Obwohl die Huk bereits ein günstiger Versicherer ist, holt Michael Kron noch einige Euro heraus. Jedes Jahr kündigt er die Versicherung, um in den Genuss der neuen, günstigeren Tarife für Neukunden zu kommen. Und: In der Kaskoversicherung sparen die Krons 20 Prozent, indem sie eine Werkstattbindung vereinbart haben. Schäden lassen sie nur in einer der Werkstätten reparieren, die ihnen die Versicherung vorgibt. jpe/hej

Sparpotenzial bei den Autos:

3728 EURO im Jahr.

Mit den Sparvorschlägen aus den vorherigen Folgen:

5027 EURO im Jahr.

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