Verbraucher : Mit dem Finanzamt rechnen

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KEINE HEKTIK

Verbraucherschützer und Finanzberater warnen Sparer davor, nur wegen der Steuer ihre Anlagestrategie zu ändern. Renditechancen und Risiken sollten weiterhin die entscheidenden Kriterien sein.

AUF ZINSEN ACHTEN

Generell gilt: Steuerlich vorteilhafter sind Wertpapiere mit jährlicher Ausschüttung. Auch Papiere mit hohen Dividenden sind interessant, da die Boni (bisher) nur zur Hälfte versteuert werden müssen. Wer seine mageren Renditen nicht an den Fiskus verlieren will, sollte bei Bundesschatzbriefen Typ B oder Sparverträgen vorsichtig sein. Hier werden Zinsen nicht jährlich ausgezahlt. Wer etwa als Lediger 10 000 Euro in einem dreiprozentigen Sparbrief mit sieben Jahren Laufzeit angelegt, erhält die angesammelten Zinsen – einschließlich Zinseszins mehr als 2200 Euro – am Ende der Laufzeit ausbezahlt. Da das den Freibetrag übersteigt, hält der Fiskus die Hand auf. Vorteilhaft kann diese Auszahlungsform sein, wenn sie in eine Zeit fällt, in der die Einnahmen und damit die Steuerbelastungen geringer sind.

ELTERN SPAREN

Eltern können Steuern sparen, indem sie Vermögen auf ihre Kinder übertragen. Für jedes Kind gilt (bisher) ab der Geburt ein eigener Sparerfreibetrag plus Werbungskostenpauschale von 51 Euro. Falls die Kinder sonst keine Einnahmen haben, steht ihnen zudem der Grundfreibetrag von aktuell 7664 Euro zu. Macht insgesamt rund 8500 Euro, die ein Kind als Zinsen unversteuert einnehmen könnte.

FREIBETRÄGE TEILEN

Wer seinen Freibetrag auf mehrere Banken aufgeteilt hat, sollte bis zum Jahresende prüfen, wo noch Spielräume sind und die Aufträge anpassen. Tun die Kunden nichts, kürzen die Banken alle Freistellungen auf rund 56 Prozent. AFP

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